Wird so meine finanzielle Freiheit?

Mein Urlaub ist nun zu ende. Ich hatte vier Wochen Urlaub am Stück, da ich meine Urlaubstage noch wegmachen sollte. Hätte ich meine Überstunden noch zum Großteil verbrauchen müssen, hätte ich dieses Jahr gar nicht mehr auf Arbeit gehen müssen.

So hatte ich also 28 Tage hintereinander frei. Ok, 10 Tage davon war meine bessere Hälfte und ich auf den Malediven.

Die restlichen Tage aber hatte ich alleine Urlaub.

 

Mein Tagesablauf

Meine Tage waren durchweg entspannt.

Ich stand auf, trank Kaffee ging mit dem Hund eine Runde.

Und dann erledigte ich ab und an mal etwas. Kaufte eine Kleinigkeit ein, wenn ich was brauchte.

Sonst las ich mal wieder relativ viel. Das Lesen habe ich vermisst. Irgendwie hat man sonst keine richtige Zeit mehr dafür.

Was mir sehr gut gefiel, ich musste meine Tage nicht planen. Sonst schau ich immer, wann ich für was Zeit habe. So konnte ich es einfach machen, wenn ich Lust darauf hatte.

Das Beste von alldem war aber, ich konnte das Wetter genießen und auskosten.

Wenn es draußen schön war, die Sonne schien, konnte ich mir einfach meinen Hund schnappen und loslaufen. Das geht normalerweise nicht. Normalerweise sitze ich im Büro und kann nur durch das Fenster schauen und sehen, wie herrlich das Wetter ist.

Bevor ich aber dann Feierabend habe, ist das Wetter schon umgeschwungen oder aber in der Winterzeit, ist es schon dunkel geworden.

Auch kam ich endlich wieder mehr zum Schreiben. Es kann sonst häufig passieren, das ich keine Lust mehr habe zu schreiben, wenn ich von Arbeit komme. In meinem Urlaub dagegen habe ich mich gerne morgens hingesetzt und losgeschrieben.

 

Wird so die finanzielle Freiheit?

Ich kann es gerade nicht einschätzen, ob mir das alles irgendwann zu langweilig werden würde. Für die Wochen habe ich es genossen und könnte mir das für eine längere Zeit so vorstellen.

Bücher lesen, das Wetter nutzen, für den Blog schreiben, mal Zocken und anderen Leuten eine kleine Freude machen, wenn man sich nach deren Terminkalender richten kann und nicht versucht, bei zwei Leuten eine freie Spitze zu finden.

Was mir tatsächlich auch sehr gut tat, war der Abstand von meiner Arbeit. Dieses Jahr war da für mich ja eher suboptimal, da es sich zum ersten Mal auf meine Gesundheit auswirkte. Das durfte ich mir zuletzt zur Weihnachtsfeier auch von meinem alten Chef anhören.

Es ist nicht gut mit 28 Jahren zweimal im Jahr umzufallen… davon einmal direkt auf Arbeit.

Ich hoffe das ich mich auch wirklich körperlich wieder erholt habe. Ich gehe aber davon aus. Eine Lehre war es mir trotzdem, mich nie wieder so extrem in die Arbeit zu stürzen und so lange an meiner Grenze für das Unternehmen zu arbeiten.

 

Aber zurück zur eigentlichen Frage. Ich könnte mir so tatsächlich meine finanzielle Freiheit vorstellen. Ich kann natürlich nicht einschätzen wie es dann wäre, wenn ich so ein Jahr und länger leben würde. Ich würde mir dann sicherlich Projekte und weitere Hobbies suchen, um Abwechslung in mein Leben zu bekommen.

Aber der Zwang, morgens aufzustehen, sich einen Kaffee reinzuschleudern um dann auf Arbeit zu fahren und da dann Stunden Lang irgendwelche Probleme zu lösen oder sich über andere Dinge zu ärgern, könnte ich mir wirklich sparen.

Was mir fehlen würde, wären einige Arbeitskollegen. Aber die Arbeit an sich, würde mir wahrscheinlich nicht direkt fehlen.

Aber, ich bin wie jeder Andere auch auf die Arbeit angewiesen. Und selbst bis ich soweit bin, vielleicht nur noch Halbtags zu arbeiten, werden noch ein paar Jahre ins Land gehen. Aber wenn ich das vor meinem 40igsten Geburtstag schaffe, bin ich zufrieden. Das sind noch gute 12 Jahre.

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*