Wie linke Propaganda nur das erzählt, was ihnen passt

Normalerweise versuche ich mich bei politischen Themen zurückzuhalten. Das ich kein Freund der meisten linken Gedanken bin, sollte klar sein. Enteignung, Lohn ohne Leistung, jeder ist Gleich (und einige sind Gleicher) ist nicht meins.

Für mich zählt Leistung, Intelligenz und Bildung. Anstelle dem Staat immer mehr von meinen eigenen Problemen über zuhängen und immer mehr Verantwortung für mein Leben abzugeben, bin ich ein großer Fan davon, den Leuten wieder Eigenverantwortung beizubringen.

Ihnen beizubringen das sie selbst für ihr Leben verantwortlich sind und sonst keiner. Der Staat ist nur eine unterstützende Institution. Er soll lediglich Rahmenbedingungen für die Wirtschaft geben und im Notfall koordinierend wirken.

Doch leider gibt es immer und immer mehr linke Diskussionen. Ich habe zuletzt in diesem Artikel eine regelrechte Propaganda gelesen, die mich ehrlich gesagt, regelrecht aufbrachte.

Der Titel klang interessant, ich las den Artikel und musste feststellen, das viele Halbwahrheiten drin waren. Oder auch einfach Fakten weggelassen wurden sind, da diese nicht in das Bild passen würden.

Doch was mich mit am Meisten aufregte war der Punkt 5, welcher wieder zeigt, das Links für die Politik und für Wohlstand, keine Wahl ist.

Man will weniger Kapitalmarkt… weil wir ja so viel haben in Deutschland

In Punkt 5 wird die Forderung von Friedrich Merz aufgegriffen. Dieser wollte die Rente mithilfe der Kapitalmärkte stabilisieren und sichern.

Natürlich wird in dem Artikel sofort aufgegriffen, das Herr Merz bei Blackrock mitmacht. Das dies auch ein Anzeichen von Expertise sein könnte, wird natürlich in keiner Weise aufgegriffen.

Stattdessen wird das Argument gebracht, das der Aktienmarkt viel zu riskant ist. Hierzu wird sofort die Finanzkrise herangezogen und gesagt, das in dieser Zeit 5,4 Billionen Dollar vernichtet wurden sind.

Was wird nicht gesagt?

Das die Märkte nach knapp 4 Jahren diese Gelder wieder aufgeholt haben und seit dem ein Hoch nach dem anderen machen.

Es wird nicht gesagt, das die Renten in der Zeit zuvor, am Aktienmarkt sich vervielfacht hätten. Es werden keine Beispiele von anderen Ländern gebracht, wie man den Aktienmarkt für die Rente nutzen kann.

Als gutes europäisches Beispiel sei hier Norwegen genannt. Diese setzen in der Rente auf den Kapitalmarkt und haben ein Guthaben pro Kopf… Deutschland hat Schulden pro Kopf…

Ich finde es traurig, das der Kapitalmarkt so sehr bekämpft wird in Deutschland. Anstelle einen „Staats-ETF“ aufzusetzen und Gewinne, wie auch Dividenden von diesem Steuerfrei zu machen, wird über Enteignungen geredet.

Witzig unter Punkt 5 finde ich auch die Aussage „… Stattdessen müssen alle Beschäftigen das Recht haben, über die Produktion als solche zu entscheiden...“

Bitte was?

Wer das Risiko eines Unternehmens als Chef trägt, soll auch die Richtung des Unternehmens bestimmen. Ich wollte mir als mittelständisches Unternehmen sicher nicht von meinen Arbeitnehmern in die Produktpalette reden lassen.

Und wenn doch, dann sollten die Arbeitnehmer doch bitte auch das Risiko mit tragen und im Falle einer Insolvenz mit haften… Solche Ideen können nur von Links kommen.

Links hat noch nie funktioniert und Jedem geht es heute sehr gut

Die Deutschen sind ein Volk geworden, welches nur noch meckert und keinerlei Verantwortung mehr übernimmt. Niemand sagt mehr, das es an einem selber liegt. Nein, es liegt immer an den Anderen.

Das ist traurig. Und der Linksruck macht es nicht besser. Ich verstehe auch nicht, wie man darauf kommt, das es den Leuten schlecht geht. In Deutschland haben wir eine Grundsicherung, welche an sich keinerlei Voraussetzungen benötigt.

Es gibt überall genügend zu Essen. Wir sind so wohlhabend, das wir Trinkwasser für die Toilettenspülung nutzen. Technisch sind wir auch auf einen weniger schlechten Stand, wie es viele verkaufen.

Wie sah es aber aus, in der Zeit, in der Links tatsächlich an der Macht war? Gab es da zu jederzeit alles? Waren die Leute da überglücklich?

Sicher, einiges war auch in der DDR gut. Aber das Meiste war Mist und wurde erst durch den KAPITALISMUS besser. Da Marktlücken geschlossen wurden.

Es herrschte Nachfrage, welche bedient wurde. Natürlich fielen erstmal Arbeitsplätze weg… in der DDR waren diese ja auch überflüssig. Man arbeitete nur des Arbeitens Willens, nicht weil es wirtschaftlich sinnvoll war.

Aber auch das änderte sich. Ich lebe in Sachsen und überall werden Leute gesucht. In Industrieunternehmen, in Handwerksbetrieben, in den einfachen Geschäften von nebenan.

Und ich höre hier auch niemanden sagen, das er sich die DDR zurückwünschen würde. NIEMANDEN der älteren Generation. Und dies liegt nicht nur daran, das man im Zweifelsfall verfolgt wurde, sondern weil es nichts gab. Weil der Lebensstandard gering war.

Traurig ist, das die jüngere Generation aber gerade dies anscheinend wieder will. Dabei wird sich auch in Berlin bei Enteignungen nichts ändern.

Denn wie in der DDR wird es irgendwann so sein, das alle Gleich sind… es aber einige gibt, die Gleicher sind^^

Alle sehen die Hand die sie ernährt, als Feind an

Das ist etwas, was ich extrem Dumm finde. Jeder arbeitet für kapitalistische Wirtschaftsunternehmen! Diese erwirtschaften unsere Löhne. Egal ob Großkonzerne, Mittelstandunternehmen oder kleinere Gewerbe.

Aber gerade diese Unternehmen, die Chefs der Unternehmen, werden als Kapitalisten immer mehr zum Feindbild. Auch wenn das Unternehmer gut läuft und die Leute immer zu tun haben, machen die Chefs alles falsch.

Und wenn diese dann den Laden schließen, wird noch mehr auf sie gemeckert, das diese ja nur an sich denken.

Dabei erlebe ich dies gerade selbst. In Wirklichkeit werden sich extrem viele Gedanken gemacht, wie es weiter gehen kann. Doch, obwohl es augenscheinlich ja jeder besser machen kann, möchte niemand so eine Firma übernehmen!

Niemand will zum Feindbild werden, obwohl die es doch so gut haben. Obwohl deren Leben doch sooo einfach ist. Doch selbst die Verantwortung und das Risiko tragen, das will dann auch keiner.

Ich selbst bin Angestellter, habe aber Einblicke in den Alltag eines mittelständischen Unternehmens bekommen. In die Probleme mit den Kunden, die heute alles besser wissen, wie auch mit den Problemen, welche man mit den Mitarbeitern hat.

Und hier sehe ich ein Problem unserer Zeit. Jeder denkt, alles zu wissen und zu können. Warum hat man verlernt zuzugeben, wenn man etwas nicht kann? Wenn man etwas nicht weiß?

Ich hatte noch nie ein Problem damit offen zu sagen, das ich als Mann ein mieser Handwerker bin. Ich brauch sehr lange, habe wenig Erfahrung damit und meist wird es schief und ich verletze mich dabei. Ist nun mal so.

Meine Stärken liegen woanders. Ich tue nicht so, als wüsste ich alles oder als würde ich alles können. Und ich hoffe, das meine Generation einsieht, das es ok ist, nicht alles zu können…

Schlusswort eines Artikels, welcher mit Emotionen geschrieben wurden ist

So, ich musste dies nun einfach loswerden. Ich kann diesen Linksruck im Land einfach nicht verstehen. Was ich aber verstehe ist, warum man keine Bildung in Wirtschafts- und Finanzthemen möchte. Denn dann hätte Links ein Problem, da die Leute aufgeklärt wären.

Vielleicht liegt es zum Teil aber auch an meiner Generation und den Generationen nach mir. Waren viele von uns vielleicht zu Wohlbehütet? Scheitern gab es nicht, da die Eltern immer den Rücken frei hielten?

Und plötzlich in der realen Welt, außerhalb der Elternblase, muss man tatsächlich Leistung bringen und muss Fehler eingestehen und für diese auch noch einstehen?

In meinen Augen geht es uns ZU gut. Man ist sich zu sicher bei allem und denkt zu sehr, das man alles Mögliche einfordern könnte, ohne Leistungen dafür zu bringen.

Wenn man keine Probleme hat, macht man sich welche. Ich finde es schade das die deutsche Gesellschaft in diese Richtung geht. Ich kann für die Zukunft nur hoffen, das der Linksruck weiter abgestraft wird, wie aktuell bei der SPD. Hoffen wir, das die Deutschen wieder mehr Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen werden, anstelle alles Wichtige dem Staat zu überlassen.

18 Kommentare

  1. Pascal Weichert Antworten

    „Anstelle einen „Staats-ETF“ aufzusetzen“, damit die Deutsche Regierung noch mehr macht bekommt?^^

    Ich meine ist ja nicht so, dass so schon sehr oft an die Rentenkassen gegangen worden ist. Bzw. Das Geld umgeleitet worden ist.

    Ich würde eher einen Deutschen 401k/Roth plan bevorzugen. Nach amerikanischen Vorbild. Oder wie die Niederlande/Australien, eine Obligatorische kapitalgedeckte Rentenversicherung. Dann hat der Versicherte mehr macht. Der Staat weniger.

    Zu den Linksruck. (Selber Wohnhaft in Thüringen. Stammfreundeskreis in NDS. )

    Die Universität, zumindest in Jena, ist schon sehr Links(extrem) besetzt. Die erste Vorlesung fing mit den Worten an: „Wir leben nicht im Kommunismus, aber vielleicht werden wir das bald endlich wieder. Dank allwissenden Google und Facebook. Darüber diskutieren wir im Moment viel in der Forschung. “

    Zog sich so durch mein Studium in Jena. Auch sollte man, so weiß ich aus persönlicher Erfahrung mittlerweile, den Kapitalismus nicht an dieser Uni verteidigen. (Antifa ist leider sehr stark, auch gewalttätig und dies wussten die Profs)

    Die Leipziger hat noch den einen oder anderen wirklich Liberalen Prof. Aber der Gegenwind ist leider enorm.

    Lesenswerter Artikel:
    https://amp.wiwo.de/politik/deutschland/karl-marx-statt-ludwig-erhard-der-pruefungsstoff-fuer-das-abitur-2019-irritiert/24371670.html

    So richtig liberal ist auch keine Partei mehr in Deutschland, selbst die FDP, zumindest ein großer Teil davon, ist in vielen Bereichen eher pro Staatseingriff.

    Ich mag Jena, ich mag manche Menschen. Aber weder mag ich die Gängelung noch die Abgaben auf Konsum (gerne 70% als Angestellter). Man kann in diesen Land nicht mals ohne einen Brandschutzbeauftragten, Jugendschutzbeauftragten, Sendebeauftragten und eine Dokumentation die mehrere Dutzend Seiten besitzt, lifestreamen. Auch ist der Neidfaktor extrem in diesen Land.

    Spätestens seit dieser Aktion sollte man es sich wirklich nochmal mit de überlegen:

    https://www.wiwo.de/unternehmen/mittelstand/sondersteuer-fuer-online-werbung-findige-finanzbeamte-schrecken-online-haendler-auf/24018288.html

    Wieso soll man in DE bei 30% Steuern + Sozialabgaben ein UN Aufbauen, wenn man in Polen 9% zahlt. In Tschechien (glaube 14%) und in Zypern, wenn man es Strukturiert macht, weniger als 10%. In den Ländern wird man, abgesehen vom Banking, auch nicht so ausgebremst.

    Zu guter Letzt:
    https://www.nzz.ch/feuilleton/in-deutschland-herrscht-ein-zunehmend-repressives-klima-ld.1487259

    Aber soll man den Leuten böse sein? Sie haben es nie gelernt. Wurden immer verklärt. Die Medien berichten gegen Freiheit. In Schulen wird man gegen Freiheit Unterrichtet. Ich bin niemanden mehr wegen seiner Unwissenheit Böse. Haben die von Links einfach besser gemacht. Leider.

    In den letzten 110 Jahren war der Osten schon 2 mal Bestandteil einer Diktatur. In beiden waren Sozialisten an der Macht… Ich hoffe auf kein 3. Mal….

    Gruß,
    Pascal

  2. Ich finde es immer sehr schwierig, wenn man anderen Halbwahrheiten vorwirft, aber selber sehr lückenhaft und fraglich argumentiert.

    Du kannst doch nicht Norwegen mit Deutschland vergleichen. Das ist wie der Vergleich von Äpeln mit Birnen. Das einzige was die Norweger in den Fond stecken sind die Einnahmen, die sie ihrem reichlichen Ressourcen von Öl verdanken. Welche Ressourcen hat denn Deutschland mit denen wir das machen sollten? Jedes Land welches keine natürlichen Ressourcenvorkommen hat, wird Schulden haben. Das lieg ganz einfach an unserem Schuldgeldsystem (Summe der Geldschulden = Summe der Geldvermögen), bei dem die der Privatsektor in der Regel die Sparer sind. Wer sollte denn sonst die Schulden haben?

    Links hat noch nie funktioniert? Mich würde mal ganz ehrlich interessieren wie du links definiert? Was war das unter Willy Brandt und Helmut Schmidt? Warum ist Portugal eines der erfolgreichsten Länder gerade in Europa, Größtes Wachstum und massive Reduzierung der Arbeitslosigkeit unter einer linken Regierung? Meinst du wirklich was wir in der BRD hatte war Kapitalismus? Ich nenne das soziale Marktwirtschaft. Die Ausartung in Richtung Kapitalismus kam später durch die unzähligen Deregulierungen, wie z.B. der Banken und Steuersenkung für die oberen 10%. Leider wird links immer nur im Zusammenhang mit extremen genannt. Du machst es ja vor in dem du Gleich die Keule rausholst und das mit der DDR vergleichst. Meinst du nicht das es ein demokratisches Links mit einer sozialen Marktwirtschaft geben kann?

    Aber ich kann dich beruhigen. Deinen gefühlten Linksruck gibt es nicht. Seit 20-30 Jahren gehen geradewegs nach rechts. Schau dir doch einfach mal unsere Parteienlandschaft an. Meinste die AfD kommt aus dem nichts? Und erzähle mir nicht die Grünen wären links. Die werden dir nie und nimmer Steine in den Weg legen. Haben Sie noch nie gemacht und sieht man auch schon in den aktuellen Debatten.

    Aber leider wird diese Anbetung von El Markto und des Kapitalismus Europa und den Euro ganz gegen die Wand fahren!!!! Und dank des Klimawandels auch noch unseren Planeten.

    • Danke für deine tolle Antwort 🙂 und das meine ich im ernst. Denn dadurch bekommt so ein Artikel nicht nur den Touch von mir und meiner Ansicht, sondern von vielen Anderen.

      Auch wenn es kritisch ist, bereichert soetwas einen Artikel sehr. Und ich muss auch zugeben, das ich Portugal nicht im Blick habe und hatte. Einen Rechtsruck verspüre ich aber in Deutschland nicht wirklich. Ja die AfD hat ihre Wähler. Aber das hat in meinen Augen weniger etwas direkt mit Rechts zu tun, als mehr damit, das sich die Bevölkerung nicht mehr verstanden fühlt. Und das kann ich persönlich nachvollziehen und verstehen.

  3. „Für mich zählt Leistung, Intelligenz und Bildung.“
    so so
    Da zählen also für dich 2 Sachen, auf die man selbst keinen oder wenig eigenen Einfluß hat.
    Intelligenz: ein reines Glück der Geburt.
    Bildung: Bildungschancen sind in Deutschland sehr ungleich verteilt https://www.handelsblatt.com/politik/international/oecd-bericht-in-deutschland-bleiben-die-bildungschancen-ungleich-verteilt/23053010.html?ticket=ST-15155826-dvAgGmcSGpdMbhtSlgLJ-ap3

    Bleibt noch die Leistung die dann wirklich zählt. Was nur wenn die eigene Leistung aufgrund mangelnder Intelligenz oder Chance auf Bildung nie das erreichen kann was andere Leisten können?

    Nicht jeder hat die gleichen Chancen der Geburt (Gene, Eltern, Vermögen, Ort)
    Schätze dich Glücklich über deine Privilegien der Geburt und such dir neue Maßstäbe die für dich gelten. Messe die Gesellschaft aber bitte nicht nach deinen jetzigen Maßstäben.

    Übrigens:
    Den letzten Linksruck gabs wohl vor über 20 Jahren als Gerhard Schröder zum Kanzler wurde. Die letzte mögliche Linke Mehrheit wurde mit der letzten Bundentagswahl 2018 beendet. Bis dahin wäre rotrotgrün möglich gewesen.

    • Wirklich? Du willst mir also sagen, das jemand mit einem IQ von 95 die als Ausrede nehmen darf, das er nicht so erfolgreich ist, wie jemand mit einem IQ von 105?
      Gerade mal 2 % der weltweiten Bevölkerung hat einen unterdurchschnittlichen IQ. Die Intelligenz, als Erbe zu deklarieren und als Ausrede zu nutzen, ist genau das was ich meine. Unsere Generation und wir Deutschen schieben gerne alles weg. Wir können nichts dafür, weil wir haben nicht den Intellekt dazu…

      Wenn du Intelligenz als Ausrede nutzen möchtest für Jeden, dann google bitte Pablo Pineda. Ein Professor mit Down Syndrom hat sein Erbgut auch nicht als Ausrede genutzt.

      Zum Thema Bildung. Den Artikel den du geteilt hast. Dieser sagt aus, das Deutschland aufpassen muss, den Anschluss nicht zu verlieren. Letztendlich liegt es aber an jedem selber. Natürlich fliegt nicht jedem alles zu. Doch dies kann mit Fleiß wieder aufgeholt werden. Das man in jüngeren Jahren zum Teil andere Dinge im Kopf hat, weiß ich aus eigener Erfahrung ebenfalls. Dies ist aber keine Ausrede, sollte man die Kurve nicht bekommen haben, sich später nicht weiterzubilden. Es gibt durchaus einige Weiterbildungsmöglichkeiten für Erwachsene. Aber auch da bleiben viele lieber sitzen (mit 20 – 30 Jahren, wo wirklich noch nichts verloren ist im Leben) und meinen, sie können es halt nicht.

      Kommen wir zu meinen „Privilegien“.
      Ich komme sicher nicht aus einer privilegierten Familie. Der Großteil meiner Verwandtschaft bezieht Hartz 4. Ich bin auch nicht überdurchschnittlich Intelligent. Ich habe einen normalen Realschulabschluss mit einem 2,3 Durchschnitt, an einer staatlichen Schule gemacht. Gerne würde ich Bilder unserer Lernmaterialien zeigen. (Geschichtskarten welche wirklich teils auseinanderfielen und Schulbänke, bei denen man sich leicht einen Schiefer einziehen konnte).

      Ich habe eine normale Ausbildung genossen und meinen Meister nebenbei gemacht. Meinen Werdegang allein aufgrund eines „glücklichen Starts“ zu begründen und anderen somit eine Ausrede zu liefern ist in meinen Augen genau das, was ich in dem Artikel beschreibe. Nur nicht selbst für etwas die Verantwortung tragen, sondern Ausreden finden, weshalb man nichts dafürkonnte.

      Sicher haben es einige schwerer, andere leichter. Aber Jeder trifft selbst Entscheidungen. Für sich.

      Das Einzige, bei dem ich sagen würde, das es mit Glück zu tun hatte ist, das ich in einem westlichen Industriestaat geboren wurde und nicht in Vietnam z.B.
      Sonst lasse ich aber deine Argumentation nicht gelten. Selbst nach 20 oder 30 Jahren kann man sein Leben noch ändern. So alt ist man da nicht, auch wenn dies viele denken. Man muss sich nur dazu entscheiden und es anpacken. Und man muss Eigenverantwortung übernehmen und aufhören, anderen für alles die Schuld zu geben und zu sagen „Ich kann nicht weil…“

      Somit ist es mir zu einfach zu sagen, für Intelligenz und Bildung kann man nichts und das liegt nicht in unserer Hand. Dies trifft auf so wenige Menschen wirklich zu, das ich dies als allgemeines Argument nicht tolerieren kann.

      • Hallo Martin,
        ich gehe mit vielem in deinem Artikel d’accord. Habe mich nur eben an „Leistung, Intelligenz und Bildung“ massiv gestört. Vielleicht noch ein Beispiel dazu: selbst eine Erkrankung wie z.B. ein Schlaganfall macht all dies möglicherweise schlagartig komplett kaputt. In genau diesem Moment hilft kein Kapitalismuss sondern einzig ein sozialer Staat mit staatlichen Versicherungen.

        Vielleich ist es besser wenn Zielstrebigkeit zählt. Es sollte sicher jeder das beste aus seinem Leben machen, Ziele haben und täglich den Arsch hochbekommen um eben diese auch zu erreichen. Hierbei muss das Ziel aber aus meiner Sicht auch nicht unbedingt finanzieller natur sein. Altenpflege wird z.B. nicht stark als Leistung angesehen, ist gesellschaftlich aber ein hoher Wert. Wer dies als Beruf wählt (wir haben freie Berufswahl in Deutschland) sollte diesem dann auch so gut wie er kann nachgehen.

        Der Staat sollte als erstes für Chancengleichheit und anschließend für eine Grundsicherung sorgen. Und jeder der die Chancen ergreift sollte auch aushalten können, das andere sich auf den sozialen Leistungen des Staates ausruhen, denn es kann der Punkt kommen an dem man selbst einzig auf diese Leistungen angewiesen ist.

        Gruß
        Thomas

      • Imperceptus

        „[…]2% der weltweiten Bevölkerung hat einen unterdurchschnittlichen IQ[…]“
        öhm…. nein. Wie schon der Begriff Durchschnitt nahelegt….

  4. Linksruck? Wo? In welchen Maßnahmen der Regierung siehst Du die? Welche Partei ist gerade für Europa von den Deutschen als zweitstärkste Kraft gewählt worden?

    Und zur Person von dem „gehobenen Mittelständler“ Merz: Ist dir nicht in den Sinn gekommen, dass der gute evtl. einem kleinen Interessenkonflikt unterliegt, wenn er für einen Vermögensverwalter arbeitet, der von einer Privatisierung der Rente nur profitieren würde? Ich behaupte es sogar anders herum: er ist nur als Chef bei Blackrock Deutschland gelandet, weil er in der Politik gut vernetzt war/ ist.

    Zur Privatisierung der Altersvorsorge darf ich auf eine Studie des ILO (International Labour Office) zitieren:
    „With sixty per cent of countries that had privatized public mandatory pensions having reversed the privatization, and with the accumulated evidence of negative social and economic impacts, it can be affirmed that the privatization experiment has failed. Pension privatization did not deliver the expected results. Coverage rates stagnated or decreased, pension benefits deteriorated and gender and income inequality compounded, making privatization very unpopular. The risk of financial market fluctuations was shifted to individuals. Administrative costs increased reducing pension benefits. The high costs of transition – often underestimated – created large fiscal pressures. While private sector administration was supposed to improve governance, it weakened it instead. Workers’ participation in management was eliminated. In many cases, the regulatory and supervisory functions were captured by the same economic groups responsible for managing the pension funds, creating a serious conflict of interest; furthermore, the private insurance industry, which ultimately benefits from people’s savings, moved towards concentration. Last, but not least, pension reforms had limited effects on capital markets and growth in most developing countries.“

    Sprich: es funktioniert nicht. Und es steht noch vieles mehr drin. Wen es interessiert (allerdings bezweifle ich, dass einige hier aus ihrer neoliberalen confirmation-bias Blase herausgucken wollen) der kann die ganze Studie nachlesen:

    https://www.ilo.org/secsoc/information-resources/publications-and-tools/Workingpapers/WCMS_648639/lang–en/index.htm

    Wenn man es eindampft bleibt es letztlich dabei: Die jungen müssen für die Alten sorgen. Ganz egal welches System man betreibt. Die steigende Produktivität und das Wachstum (und damit auch steigende Kurse) fallen ja nicht vom Himmel, sondern müssen von Menschen (und Maschinen) besorgt werden.

    • Danke Oliver für diesen ausführlichen Kommi.

      Ich gebe dir recht, das in einer gewissen Art und Weise immer die Jungen für die Alten sorgen müssen.

      Zu deiner Studie muss ich sagen, das ich nicht zwingend eine reine private Altervorsorge, wie in den Ländern der Studie, befürworten würde. Jedoch sollte der Staat anreize geben oder für sich selbst auch unterstützende Mittel nutzen, die Kapitalmärkte und deren Wachstum zu nutzen. Denn dies wurde bisher völlig vernachlässigt. Auch muss natürlich dazu gesagt werden, das die Länder in der Studie (Kasachstan, Venezuela, Mexiko…) nicht unbedingt für ihre effizient und geringe Korruption bekannt sind. Auch muss man sagen, das in der Untersuchung mehrere Länder zwischen der privaten und nicht privaten Altervorsorge hin und her schwenkten. So kann das natürlichauch nichts werden, was einem jeder Börsianer bestätigen wird. Ändert man ständig seine Strategie, wird jede Strategie versagen.

      Trotzdem muss ich dir recht geben, das dies ein Warnzeichen sein kann und sollte. Deshalb bin ich ein Fan eines, nennen wir es Staats-ETFs. Auf dessen Dividenden und Kurssteigerungen keine Steuern zu zahlen sind. Auf diesen ETF könnte man gut und gerne 50% der Rentenbeiträge investieren. Das zunächst ein Loch entstehen würde, da die aktuellen Rentner dies nicht machen können, ist auch klar.

      Man muss aber auch sagen, das an sich genügend Geld da ist/wäre, wenn sich Deutschland optimieren würde und wieder mehr Pflichten an die Bevölkerung abgeben würde.

    • Danke Oliver, sehr guter Beitrag. Man könnte auch mit der Aussage provozieren, „fällt der Autor des Artikels vielleicht auf („rechte“, neoliberale) konservative Propaganda rein?“ Hauptsache reißerisch, Hauptsache Clickbait.

      • Mm.. rechte neoliberale konservative… damit hätten wir fast alle anderen Meinungen neben der Linken oder 😉 ?

        Ich muss aber nochmal darauf hinweisen, das in dieser Studie mehr oder weniger nur Schwellenländer mit schwacher Wirtschaft untersucht wurden sind, welche dazu zum Großteil politisch auch noch relativ instabil waren und sind. Die Untersuchung selber schaut also auf die Schwächeren in dieser Welt, welche noch ganz andere Probleme haben.

        Natürlich sollte man in dieser Studie einige Aspekte mit aufgreifen. Das ist richtig. Ich finde es aber schwierig zu sagen, das es nicht funktionieren kann, wenn schwache Schwellenländer auch noch in ihre eigene, nur wenig leistungsfähige Wirtschaft, investieren. Man muss hier durchaus trennen, investieren ich wegen Wachstum in die eigene Wirtschaft, oder verwalte ich Rentengelder, bei denen ich lieber in stabilere Länder investieren sollte.

        Wie gesagt und in meinen Reports nachzulesen, investiere ich bereits privat in ETFs für meine Altersvorsorge. Und genau hier sollte/müsste der Staat mit ansetzen und unterstützen. Ein einfacher Weg wäre in erster Linie, eine Steuerfreiheit zu schaffen. Sei es durch einen speziellen ETF oder durch ein spezielles Depot. Verwaltungskosten würden gegen 0 laufen, weil es kein aktives Portfoliomanagement gebe.

      • Schwellenländer hin oder her. Die werden ebenfalls in die großen Dickschiffe investieren, sprich: weltweit. Mag ja sein, dass es dort noch andere Probleme gibt wie Korruption, eine schwächelnde Wirtschaft. Aber inwiefern hat das Auswirkungen?
        Und andere Frage: die Studie hat ja nicht irgendwelche Länder aktiv rausgenommen. Evtl. haben die großen Industrieländer gute Gründe, nicht in privat umzuschichten?

        Nun kann man sich natürlich ein System bauen wie es ein SPD’ler vorgeschlagen hat, dass man einen verpflichtenden Staatsfonds baut, der bei der DRV verwaltet wird und damit keine Kosten verursacht. Würde ich wahrscheinlich sogar begrüßen, wenn man dafür die 4 % aus Riester und Rürupp wieder rausrückt. ABER: glaubt ja nicht, dass die unglaublich mächtige Finanzindustrie da nicht mit allen Schikanen und Mitteln versuchen wird, da einen Fuß in die Tür zu bekommen (siehe Riester und Rürupp).

        Und noch ein ABER: Aktien sind Beteiligungen an Wachstum und der Produktivität. Das könnte man auch über höhere Löhne abbilden und damit auch gleichzeitig die europarechtswidrigen Exportüberschüsse abdämpfen, die unseren Nachbarn die Luft zum Atmen nehmen, da sie ihre eigene Währung eben nicht mehr abwerten können.

        Noch eine Frage: wieso den Ansatz von Österreich ignorieren? Die sind demoskopisch ähnlich aufgestellt wie D. Da scheint das mit dem Umlageverfahren aber gut zu funktionieren.

        Ein einfaches Rechenbeispiel: du sparst in ETF’s bis zur Rente 200.000 € an. Jetzt ist es soweit und du willst dir deine wohlverdiente selbst angesparte Rente auszahlen. Leider hast du Pech und just zum Renteneintritt kippen wir in eine Weltwirtschaftskrise, die 40 % der Kurse einfach platt macht. Und schwupps sind es nur noch 120.000 €. Leider kannst du es dir nicht leisten, deine Beteiligungen liegen zu lassen, schließlich wird Essen und Wohnen eben Geld kosten. 2 Jahre lang bewegt sich die Börse seitwärts… nichts geht und du musst jeden Monat 1.000 € entnehmen. Zack, bist du nur noch 5 stellig.
        Man kann mir jetzt Pessimismus vorwerfen, aber hey, aus volkswirtschaftlicher Sicht muss eine Rentenleistung für Millionen von Menschen für den Worst-Case-Fall gerüstet sein. Ohne wenn und aber…. das kann man einfach nicht mit einem selbst als Privatperson vergleichen. Der Staat ist keine schwäbische Hausfrau. Aber das hat nicht mal ein gewisser Olaf S. bislang kapiert.

  5. Guter Artikel! Ich stimme Dir voll zu.

    Schlimm finde ich ja auch, dass die Grünen so hohen Zuspruch finden. Klimawandel ist wichtig, ja – aber bitte nicht mit Kommunismus lösen. Leider verbinden die Grünen beides miteinander und sind damit unwählbar!

    • Ja, den Zuspruch der Grünen beobachte ich auch mit Sorge… Leider zeigt die Grüne weitere „Lösungen“ der Bevölkerung, mit der diese weiter ihre Verantwortung Richtung Staat schieben kann.

      Leider wird dies von der SPD auch noch dazu genutzt, eine der größten Steuererhöhung seit Jahren zu rechtfertigen. Stichwort CO2-Steuer.
      Mich wundert es, das so wenig darüber berichtet wird, obwohl Herr Scholz bereits sagte, „Es ist nicht mehr die Frage ob die CO2-Steuer kommt, sondern wie…“

    • Die Grünen sollen Kommunisten sein oder Links? Ähm schau dir den Herrn Kretschmann in BaWü an da müsst ihr euch keine Sorgen machen (vielleicht ja doch aber nicht wegen links) die stehen der CDU wesentlich näher als den Linken – Die Fundis sind schon lange nur noch eine Randerscheinung bei den Grünen.
      Und jetzt mal ehrlich das, was die Autolobby so treibt/Trieb sorgt langfristig auch nur dazu das uns das Thema härter auf die Füße fällt – lieber jetzt ein wenig die Daumenschrauben anziehen (sprich sich an die gesetzlichen Vorgaben halten) und in Zukunft noch zukunftsfähig am Markt mitspielen können als beschützt jetzt noch schnell ein paar Euros einsammeln und in 10 Jahren dann den Anschluss verloren haben…

      • Ich muss mich bei dem Autothema immer fragen, inwieweit dies alles gerechtfertigt ist und inwieweit die gesetzlichen Vorgaben noch Sinn machen?

        Nur als Beispiel zur Veranschaulichung. Wenn du deine Ausgaben von 1.000 € bereits auf 100 € gesenkt hast, wird es immer schwieriger und unwirklicher, da nochmal 30 % und mehr zu sparen.
        Ich bin aber auch ehrlich, das ich bei dem Thema Umwelt und Klima in einem Zwiespalt bin. Die EU ist da (abgesehen vom Müll) recht weit vorne. Im Verhältnisse zu dem was Schwellenländer aktuell raushauen, werden wir in Europa die Welt nicht retten. Gleichzeitig muss jemand anfangen. Dagegen ist aber zu fragen, ob wir den richtigen Weg gehen dafür?

        Grade wenn ich sehe, das wir die Umwelt in anderen Ländern zerstören lassen, weil wir der Meinung sind, jetzt Elektroautos fahren zu müssen.

  6. Hallo,

    konstruktiv gemeinter Rat, unabhängig vom Inhalt:

    Bitte unbedingt mal ein bisschen Zeit in Orthografie, Grammatik und Zeichensetzung investieren.

    Ich schaffe es kaum, einen Artikel zu Ende zu lesen. Beim etwa 10. „das“ ohne „ss“ muss ich einfach aufhören. Das ist mir bereits mehrmals bei deinen Artikeln aufgefallen.

    Wie gesagt, konstruktiv gemeint, bitte nicht persönlich nehmen.

    Krake

    • Hallo Krake,

      keine Angst, nehme ich nicht persönlich 🙂 Tatsächlich ignoriere ich das mit ss, weil ich die Sinnhaftigkeit dahinter noch nie verstanden haben und mit Regeln nicht wirklich klarkomme (auch mit dieses, welches und jenes klingen die meisten Sätze trotzdem doof). Hier muss ich offen sagen, mache ich den Fehler aus reiner Ignoranz^^ Da es für den Sinn des Satzes unwichtig ist, ob das oder dass schreibe ich nur das^^ machen genügend Menschen den Fehler, wird es irgendwann zur Regel 😀

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