Value Investing – die Grahamformel

 

Ist eine Aktie über- oder unterbewertet? Haben wir gerade eine gute Einstiegschance in ein Unternehmen oder sollte ich noch warten?

Diese Fragen stellte ich mir sehr oft, wenn ich nach geeigneten Unternehmen für Investments gesucht hatte.

Denn leider halfen mir auch der Großteil der am Markt erhältlichen Bücher zur Unternehmensbewertung nicht weiter. Warum? Weil jedes Buch eine andere Methode nutzte, um ein Unternehmen zu bewerten.

Oftmals war es dann auch so, das neue Methoden entwickelt wurden, welche versuchten die Zukunft vorherzusagen, um aktuelle, völlig übertriebene Kurse irgendwie zu rechtfertigen…

 

Doch wer bitte kann die Zukunft vorhersagen? Wer kann sagen, was ein Unternehmen in ein, zwei oder zehn Jahren verdient?

 

Von den Altmeistern lernen

Ich selbst bin kein Fan davon, zu versuchen, die Zukunft vorherzusagen. Für mich zählt nur, was ein Unternehmen bisher geleistet hat. Nur daran kann man doch wirklich versuchen, einen Wert zu errechnen.

Doch wie macht man das nun? Auf der Suche nach einer Antwort kam ich zu den Altmeistern der Fundamentalanalyse. Allen voran, Benjamin Graham.

Seine Anlagestrategie war genau das, was ich suchte. Ich las seine Bücher und nahm einige seiner Vorstellungen mit auf.

Auch hatte uns der Altmeister eine Formel hinterlassen, mit der wir den Wert eines Unternehmens errechnen konnten.

Doch die Formel hatte einen kleinen Fehler…

 

Eine Optimierung von Graham

Zu Zeiten Grahams war die Formel durchaus schlüssig. Heutzutage jedoch, in denen Hightech und Internetunternehmen wie Google oder Facebook Milliarden verdienen, ohne aber Maschinen und Fabriken zu besitzen, war die Formel nicht mehr ganz zeitgemäß.

Man konnte immer weniger Firmen sinnvoll mit der alten Grahamformel analysieren.

Diesen Fehler konnte ich mit einer recht einfachen Anpassung beheben. Heute kann ich euch eine einfache Exceltabelle vorstellen, mit der ihr so gut wie alle Unternehmen innerhalb von wenigen Minuten analysieren könnt.

So wisst ihr direkt, ob ein Unternehmen gerade kaufenswert ist oder nicht. Ist es fair bewertet? Oder völlig überkauft?

Somit könnt ihr sehr schnell ein Unternehmen auf seine Zahlen hin prüfen. Bei den Kaufkursen halte ich mich dabei an Grahams Margin of Safty. Das bedeutet, das ein Unternehmen nicht zum Kauf empfohlen wird, wenn es fair bewertet ist.

Denn dann wäre es ja kein Schnäppchen. Nein, es wird zum Kauf über die Excel empfohlen, wenn der Kurs 30% unter dem fairen Wert liegt.

 

Auswertung Altria

 

Die Möglichkeiten der Tabelle

Die Excel löst ein gravierendes Problem, welches es momentan gibt.

Habt ihr schon versucht, den fairen Kurs einer Samsungaktie zu errechnen? Die Bilanzen werden in Südkoreanischen Wong angegeben. Ist auch logisch bei einem koreanischen Unternehmen.

Die Aktien welche man aber kaufen kann, sind in Dollar oder Euro angegeben. Ausnahme natürlich, man hat in Südkorea ein Depot und kann dadurch direkt Samsungaktien kaufen, aber davon gehe ich nicht aus 😊

Dieses Problem löst die Exceltabelle, indem man sich die Bilanzdaten umrechnen lassen kann.

Die Tabelle bietet ebenfalls, wie am Beispiel bei Samsung zu sehen, verschiedene Möglichkeiten der Dateneingabe.

Den Gewinn pro Aktie und die Dividende pro Aktie kann genauso zur Berechnung herangezogen werden, wie auch die eigentlichen Zahlen aus den Unternehmensberichten.

Samsung RechnungSamsung Auswertung

 

Besonderheiten REITs

Bei REITs kann man sich in der Analyse nicht nur auf den Gewinn und die Dividenden verlassen. Um REITs trotzdem analysieren zu können, war es wichtig, die Abschreibungen mit einzubeziehen.

REITs sind im Grunde Immobilienunternehmen. Die Immobilien werden abgeschrieben, verlieren aber real nicht soviel an Wert. Das Geld der Abschreibungen bleibt im Grunde im Unternehmen.

Das musste ich beachten. Dazu habe ich die Spalte „Abschreibungen“ mit eingefügt. Diese ist nur für die Analyse bei REITs gedacht. Ihr werdet sehen, plötzlich machen einige Kurse bei REITs durchaus Sinn.

 

Das benötigte Datenmaterial

Die Tabelle und die Formeln sind so aufgebaut, das man mindestens Daten von 6 Jahren zur Verfügung haben muss. Im Grunde wird dies in der Tabelle auch farblich gekennzeichnet. Die grau markierten Bereiche sind auszufüllen, um eine Bewertung des Unternehmens vornehmen zu können.

 

Also, für wen ist die Tabelle etwas?

Die Tabelle ist etwas für jeden, der ein Unternehmen gerne auf dessen Finanzdaten hin untersucht.

Man wird sicher davor bewahrt, Unternehmen zu teuer zu kaufen. Man kann die Grahamformel auch zur Unterstützung einer Investmententscheidung nehmen.

Im Grunde ist sie für jeden geeignet, der ein Unternehmen schnell und effizient auf seine fundamentalen Daten hin prüfen will und diese mit dem aktuellen Kurs abgleichen möchte.

 

Für wen ist die Tabelle nichts?

Die Tabelle ist nichts für Leute, welche sehr junge Unternehmen kaufen möchten. Dazu reicht im Normalfall nicht die zur Verfügung stehenden Daten aus. Auch ist die Tabelle nichts für Leute, welche erwarten, das diese den heiligen Gral darstellt.

Aktien können, trotz Unterbewertung, weiter fallen. Es kann eine ganze Weile dauern, bis der Markt die Unterbewertung wahrnimmt und korrigiert.

 

Wer aber ein gutes und einfachen Tool haben möchte, für den ist die Value Investing – die Grahamformel ein sehr gutes Werkzeug für den Alltag.

 

 

Wenn dir diese Excel als Hilfestellung gefällt, kannst du sie HIER bestellen und downloaden. Das ganze kostet 5,99 €

 

Da es ein digitales Produkt ist, hoffe ich das du verstehst, das ich kein Rückgaberecht einräume.

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