Strategieplanung Lufthansa

Umso mehr ich meine Positionen plane, umso mehr fällt mir die strategische Planung dahinter auf.

Ich persönlich bin ein Fan von Strategiespielen. Dabei kann man sehr viele parallelen zur eigenen Finanzplanung erkennen. Zumindest wenn man nicht nur einen Sparplan auf einen ETF laufen hat.

So muss man sich immer wieder verschiedenen Situationen und Möglichkeiten stellen. Wann sollte man kaufen? Was sollte man kaufen? Was tun mit freiwerdenden Geldern?

Und wie in einem Spiel, passieren dazu noch unzählige Zufallsereignisse.

So hatte ich Anfang des Jahres einen Autounfall. Mir ist eine Frau in die Seite reingefahren.

Zum Glück ist niemanden etwas passiert. Aber durch dieses Ereignis, erhalte ich demnächst einen vierstelligen Betrag, wegen der Wertminderung meines Autos. Geld, mit welchem ich nicht gerechnet hatte.

Hinzu kommt nun auch, das Lufthansa wieder recht stark steigt. Somit muss ich mich mit dem Szenario auseinandersetzen, was ich mache, sollten mir die Aktien im März durch meine Calls ausgebucht werden.

 

Wo stehen meine Calls?

Ich hatte im Januar direkt zwei Calls auf meine Bestände von Lufthansa geschrieben.

Einen bei 22 Euro und einen bei 23 Euro.

Mein Durchschnittskurs liegt dabei bei 22,02 €

Ich werde meine Calls nicht zurückkaufen. Aber was mache ich, wenn mir meine Aktien ausgebucht werden sollten? Mit einem Schlag wäre recht viel Geld frei.

 

Szenario eins

Das erste Szenario wäre, das Lufthansa am 15. März zwischen 22 und 23 Euro schließt.

In diesem Fall würden mir nur 100 Aktien ausgebucht werden. Das zweite Aktienpaket war damals dazu gedacht, meine Kostenbasis, bzw. meinen Durchschnittskurs, nach unten zu ziehen.

Das Ziel wäre erfüllt und ich würde mir die 100 Aktien einfach ausbuchen lassen und meine anderen 100 Aktien behalten.

Die freiwerdenden 2200 € würde ich dann wahrscheinlich anderweitig investieren. Vielleicht in EA Aktien, je nachdem wie der Kurs bis dahin ist.

 

Szenario zwei

Was mache ich aber, wenn die Aktie am 15. März über 23 € schließt?

In diesem Fall würde ich alle Aktien ausgebucht bekommen.

Im Grunde wäre das auf dem ersten Blick kein Beinbruch. Durch die zwei verkauften Calls habe ich bereits 82 € eingenommen. Bei einem Ausbuchen aller Aktien, kämen nochmal 98 € an Kursgewinnen hinzu.

In Summe also 180 € für etwas zweieinhalb Monate. Passable 4,09 % Rendite.

Aber, nun hätte ich keine Lufthansaaktien mehr. Und ich mag Lufthansa.

In diesem Szenario werde ich also mit großer Wahrscheinlichkeit wieder anfangen Puts auf Lufthansa zu verkaufen.

Ob ich dann wöchentliche Puts schreibe oder monatliche, kann ich noch nicht sagen. Es kann bis dahin noch einiges passieren, was diese Entscheidung beeinflussen wird.

Aber ich werde nur einen Put schreiben. Mir also nur ein Aktienpaket wieder zulegen.

Sollte sich die Marktlage stark bessern, wäre es sogar denkbar, Puts im Geld zu schreiben.

Durch diese Strategie würde ich zwar weniger Zeitprämie erhalten, könnte aber von steigenden Kursen profitieren, ohne die Aktien bereits zu besitzen.

Hinterlasse ein Kommentar

Navigate