Renditezielsetzung für die kommenden Jahre

finanzielle Unabhängigkeit

Ich schrieb in meinem letzten Artikel darüber, das ich mir ein festes Regelwerk angeeignet habe, in dem meine Erfahrungen einflossen. Speziell die Erfahrungen der Covered Calls und was ich mental vertrage.

Nun möchte ich darüber schreiben, welche Zielsetzungen ich mir in den kommenden Jahren bei der Cashflow Rendite setze und was daraus resultierend, meine kritische Masse des Depots sein wird.

 

Was ist die kritische Masse?

Die kritische Masse des Depots ist, wenn die laufenden Einnahmen daraus, durch Dividenden und Optionsprämien, alle Rechnungen bezahlen könnten. Da ich bei erreichen der kritischen Masse aber weiterhin vorhabe, zumindest in Teilzeit, zu arbeiten, lasse ich dabei die Sozialabgaben außen vor.

 

Meine Renditeberechnung vernachlässigt Buchgewinne/-verluste

Viele errechnen ihre Rendite darauf, wie aktuell der Depotbestand ist. Grundsätzlich ist das auch richtig.

Da ich aber Cashflow orientiert investieren werde, ist der aktuelle Kurs einer Aktie nur relativ wichtig.

Wichtiger für mich ist, wieviel Geld ich aktuell aus dem anfänglich investierten Kapital herausbekommen kann.

Bekomme ich also aktuell 2 % Dividendenrendite auf 1000 € oder 5 %?

Hierbei ist nur wichtig, wie der Stand war, als ich kaufte. Was danach ist, spielt keine Rolle mehr.

 

Zielsetzung

Meine Zielsetzung ab 2019 wird daher sein, eine Cashflowrendite auf das angelegte Kapital von 12% pro Jahr, vor Steuern, zu erreichen.

Das bedeutet, das ich pro 1000 € mindestens 10 € an Cashflow generieren muss. Das jeden Monat.

Klingt erst einmal nach nicht viel. Kann aber über das Jahr gesehen zu einer Herausforderung werden.

 

Durch Zielsetzung kann kritische Masse errechnet werden

Durch meine Zielsetzung der 12 % vor Steuern, kann ich meine kritische Masse errechnen, ab wann mein Depot alle Rechnungen bezahlen kann.

Meine aktuellen fixen Ausgaben im Jahr 2019 werden sich auf aufgerundet 18.000 € belaufen. Ab erreichen der kritischen Masse würden die Ausgaben fallen, da ich dann auf ein paar Dinge nicht mehr angewiesen bin bzw. sich Kosten automatisch senken würden.

 

Diese 18.000 € müssten also nach Steuern erwirtschaftet werden, und dies bei einer Vorsteuerrendite von 12 %.

Die Abgeltungssteuer beträgt aktuell bei mir 25,795 %.

Von den 18.000 € kann ich zur Berechnung erst einmal meinen Freibetrag von 801 € abziehen, Diese sind steuerfrei.

Bleiben noch 17.199 € welche nach den Steuern erwirtschaftet werden müssen. Fangen wir also an, unsere kritische Masse zu errechnen.

Zuerst müssen wir errechnen, was wir vor Steuern verdienen müssen. Die 17.199 € sind ja keine 100 %, sondern nur 74,205 % von dem was wir verdienen müssen. Die Leute, welche Kirchensteuer zahlen, müssen anstelle der 74,205 die Zahl 72,005 eintragen. Denn bei Kirchensteuerpflichtigen Personen geht diese ja auch noch ab.

17.199 € / 74,205 * 100 + 801 = 23.978,68 €

Ich müsste also 23.978,68 € pro Jahr verdienen, um alle Rechnungen über das Depot zahlen zu können.

Diese 23.978,68 € sollen dabei einer Rendite von 12 % vor Steuern sein. Also errechnen wir nun die kritische Masse des Depots, welches diese Leistung schaffen würde.

23.978,68 € / 12 % * 100 = 199.822,34 €

Das Depot müsste also knapp 200.000 € groß sein, um bei einer Vorsteuerrendite von 12 % meine laufenden Fixkosten tragen zu können. Das ist mal eine Hausnummer. Jedoch auch nicht unerreichbar.

Kommentare (3)

  1. Hallo Martin,

    sehr schön, dass du einen konkreten Plan hast. Meines Erachtens kommt jedoch noch die Inflation in deiner Betrachtung zu kurz. Dein Vermögen muss nicht nur groß genug sein, um deine Ausgaben zu decken, es muss dann auch einen weiteren Vermögenszuwachs mindestens in Höhe der Inflation gewährleisten. Wenn A das Vermögen ist, das ausreicht um deine Einnahmen zu decken, i die Inflation und r deine erwartete Rendite, und B dein Zusätzliches Vermögen, um die Inflation zu decken, dann sollte B mindesten wie folgt betragen:

    (A + B) * i = r * B
    A * i = B * ( r – i )
    B = A * i / ( r – i )

    In deinem Fall also rund 66700 Euro.

    Antworten
    • Hi Robert,
      welche Zahl hast du denn bei der Inflation, das du auf 66700 € kommst? Wenn ich für i = 2% setze, komme ich auf 40.000 €.

      Wenn ich dich da richtig verstehe, sollte das zusätzliche Vermögen auf die 200.000 € draufgerechnet werden, um die Depotgröße, unter Berückscihtigung der Inflation, zu errechnen?

      Antworten
      • Hallo Martin,

        Inflation habe ich mit 3% angesetzt. Rendite mit wie von dir genannt 12%.

        Wie du richtig siehst, solltest du den Betrag auf die 200 000 Euro aufschlagen.

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