REIT – monatliche Dividendenzahler

REIT, was ausgesprochen bedeutet Real Estate Investment Trust, sind Immobilienfirmen, welche an den Börsen gehandelt werden.

Dabei haben diese Firmen als REITs gewisse steuerliche Vorteile aber auch Verpflichtungen. So müssen hohe, sehr hohe Anteile der Gewinne an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Heute möchte ich mich kurz mit monatlich ausschüttenden REITs beschäftigen. Denn diese sind durchaus interessant, um sich ein stetiges passives Einkommen aufzubauen.

Für Investoren mit Wachstumsstrategien sind diese Aktien uninteressant. Die Kurse werden höchstwahrscheinlich nicht explodieren.

Aber für Einkommensinvestoren, zu denen auch ich mich in einem gewissen Grade sehe, haben diese REITs durchaus ihren Reiz.

Denn für einen Einkommensinvestor sollte es nicht nur entscheidend sein, wie viel Geld er bekommt, sondern auch wann. Mit einer monatlichen Ausschüttung kann man besser rechnen, wie mit einer jährlichen Dividendenausschüttung. Auch weil es eher dem gewohnten Gehaltseingang ähnelt.

Das Einkommen durch den REIT ist einfacher zu verwalten

Wollen wir uns tatsächlich ein passives Einkommen mit Dividenden aufbauen, hat man ein Problem.

Viele Unternehmen zahlen zu unterschiedlichen Zeiten die Dividenden. So kann man teilweise eigene Ausgaben nur schwer steuern. Denn mal erhält man mit einem Schwung sehr viel Dividende, dann aber Monate lang keine mehr.

Mit einem REIT Depot kann man da besser arbeiten. Die Dividenden kommen jeden Monat aufs Neue. So kann man auch besser rechnen, wenn es um die eigenen Ausgaben geht.

Hier sei z.B. mein Finanzielle Freiheit Beitrag von März zu erwähnen. Hier hatte ich im Februar 0 € Einnahmen. Erst im März hatte ich wieder welche. Man kann sich sicherlich darauf einstellen, aber will man das?

Gerade wenn man, wie ich, nebenbei noch mit Optionen handelt, ist das Einkommen nicht so leicht vorherzusehen.

Natürlich könnte man Unternehmen auch so einkaufen, dass man jeden Monat von einem anderen Unternehmen Dividenden bekommt. Aber der Aufwand ist recht groß und man muss sein Geld stark aufspalten. Dies ist nicht immer von Vorteil.

Dividenden reinvestieren macht bei einem REIT mehr Spaß

Diesen Punkt sollte man nicht unterschätzen. Es kann viel Geduld und Nerven kosten, wenn man ein ganzes Jahr auf seine Dividende warten muss.

Viel mehr Spaß macht es, wenn man diese jeden Monat erhält. Noch mehr Spaß macht es, wenn man dazu jeden Monat mehr Aktien des REITs kauft und somit auch die Dividende Monat für Monat ansteigt.

Hinzukommt, dass man die Dividenden auch schneller reinvestieren kann. Spaßig wird es, wenn man genügend Aktien eines REITs gekauft hat, dass man alleine durch die Dividenden, sich jeden Monat kostenneutral mindestens 1 neue Aktie kaufen kann.

Fällt der Reit außerdem doch mal etwas stärker, kann man alleine durch die Dividende einen Nachkauf tätigen.

Geringere Volatilität um das Datum der Ex-Dividende

Nach Ablauf dieser Frist haben Anleger, die die Aktie kaufen, keinen Anspruch auf die nächste Dividende. Stattdessen müssen sie auf die folgende Zahlung warten. Dieses Datum wird als „Ex-Dividende-Datum“ bezeichnet.

Stellen wir uns nun vor, ein Unternehmen zahlt eine jährliche Dividendenrendite von 5%.

Man kann sich vorstellen, dass es einige Leute gibt, die die Aktie vor dem Ex-Datum kaufen und dann versuchen, die Aktie so zu beeinflussen, das diese bereits zuvor 5% an Kursbewegungen macht.

Somit hat man ebenfalls seine 5% Rendite, ohne aber ein ganzes Jahr warten zu müssen.

Ebenso gibt es viele Aktionäre, die ihre Positionen recht schnell nach der Auszahlung der Dividende wieder schließen.

Dies beeinflusst alles die Kurse. Auch sind eher Shortseller in Unternehmen unterwegs, welche recht wenig Dividenden über das Jahr verteilt zahlen.

Wird nun aber jeden Monat gezahlt, wird man weniger schnelle Käufer und weniger schnelle Verkäufer, ach und natürlich auch weniger Shortseller, antreffen.

Denn das Geld fließt jeden Monat zurück in die eigene Tasche.

Warum man auch weniger Shortseller antrifft, fragt man sich vielleicht? Weil diese die Dividenden an die Aktionäre zahlen müssen, von welchen Sie die Aktien geliehen haben. Das ist ein zusätzliches Risiko und nicht so gern gesehen bei Shortsellern.

Monatliche Dividenden sind gerechter

Viele Portfolios müssen früher oder später mal Überarbeitet werden. Es kann sein, weil sich die Strategie etwas geändert hat oder weil sich ein Unternehmen nicht so entwickelt, wie man es sich wünscht.

Oder man braucht einfach etwas Geld.

Nun hat man eine Aktie 10 Monate gehalten und will sie nun verkaufen. Und erst in einem Monat ist das Ex-Dividenden-Datum… man hat also eine Aktie 10 Monate gehalten, muss sie nun verkaufen und sieht keinen Cent Dividende..

Traurig oder? Da wartet man fast ein ganzes Jahr.

So ein Problem hätte man nicht. Man könnte sich bei einem REIT denken, ok, ich habe zumindest den Großteil der Dividende mitgenommen.

Nachteile monatlich zahlender REITs.. Ausgaben bei Dividendenzahlungen

Dividenden auszuzahlen, kostet Geld. Es gibt viele Unternehmen die angeben, das diese Kosten immer mehr steigen. Nachgeprüft habe ich dies natürlich nicht.

Aber wenn dem so ist, dann gehen diese Kosten wiederum von unseren Gewinnen ab. Somit bezahlen wir die monatliche Dividende, mit höheren Ausgaben dafür.

41 monatlich zahlende REITs

Hier kommt noch etwas recht Interessantes für euch.

41 REITs, welche monatlich ihre Dividenden zahlen!

Wenn ihr bei denen noch wissen wollt, ob diese aktuell ein Kauf sind, kann ich euch meine Exceltabelle die Grahamformel empfehlen. Mit dieser könnt ihr auch REITs auf ihre Fundamentaldaten hin überprüfen.

AGNC Investment (AGNC)

Apple Hospitality REIT (APLE)

Capitala Finance Corporation (CPTA)

Chatham Lodging (CLDT)

Chorus Aviation (CHR)

Corus Entertainment (CJREF)

Crius Energy Trust (CRIUF)

Cross Timbers Royalty Trust (CRT)

Dream Global REIT (DRG.UN)

Dream Industrial REIT (DIR.UN)

Dream Office REIT (D.UN)

EPR Properties (EPR)

Enerplus (ERF)

Gladstone Investment Corporation (GAIN)

Gladstone Capital Corporation (GLAD)

Gladstone Commercial Corporation (GOOD)

Global Net Lease (GNL)

Granite Real Estate Investment Trust (GRP)

Harvest Capital Credit Corporation (HCAP)

Horizon Technology Finance (HRZN)

Hugoton Royalty Trust (HGT)

Inter Pipeline (IPL)

Gladstone Land Corporation (LAND)

LTC Properties (LTC)

Main Street Capital (MAIN)

Orchid Island Capital (ORC)

Realty Income (O)

Pembina Pipeline (PBA)

Pennant Park Floating Rate (PFLT)

Prospect Capital Corporation (PSEC)

Sabine Royalty Trust (SBR)

Shaw Communications (SJR/B)

San Juan Basin Royalty Trust (SJT)

Stag Industrial (STAG)

Stellus Capital Investment Corporation (SCM)

Student Transportation (STB)

Superior Plus (SPB)

Solar Senior Capital (SUNS)

Transalta Renewables (RNW)

Vermilion Energy (VET)

Whitestone REIT (WSR)

Hier noch zwei Bücher zum Thema, welche ich selbst auch gelesen habe und wärmstens weiterempfehlen kann.

Geldanlage in REITs: Mit börsennotierten Beteiligungen zum globalen Immobilienportfolio*
  • Luis Pazos
  • Herausgeber: epubli
  • Auflage Nr. 3 (06.10.2018)
  • Gebundene Ausgabe: 212 Seiten

2 Kommentare

  1. Christian Wimmer Antworten

    Student Transportation wird eigentlich nicht mehr gehandelt da die Firma 2018 privatisiert wurde.

  2. Grüß dich.
    Ich habe den „Armour residential reit inc“ als Monatszahler in meinem Depot. Dieser REIT ist nur eine Beimischung, motiviert aber jeden Monat ungemein noch mehr Dividende zu generieren.

    Nicole

    P.s.: ich verfolge deine Beiträge regelmäßig. Mach weiter so.

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