Geld macht nicht glücklich.. oder doch?

Kennt ihr die Aussage? Oder, Geld ist nicht alles?

Oftmals hört man solche Aussagen gerade von den Leuten, bei denen sich eigentlich alles nur um das Geld dreht.

Oder warum lässt man sich morgens von einem schrillen Ton aus dem Schlaf reißen?

Warum geht man sonst, nach einem meist ungeordneten Morgen, an einen Ort, um da 8 – 10 Stunden zu verbringen? Und die Probleme eines Anderen zu lösen?

Macht man das alles etwa, weil Geld nicht wichtig ist? Bullshit!

Geld ist für die meisten Menschen das wichtigste im Leben, bis ein größeres Fundamentales Problem auftaucht. Hier meine ich sowas wie Krebs. Aber selbst dann ist Geld verdammt wichtig.

Denn man ist lieber Reich und Krank, als Krank und Arm gleichzeitig. Nicht nur das, auch in einer Krankheit, die Familie weiter abgesichert ist, auch kann man sich weitaus besser auf seine eigene Behandlung konzentrieren.

Wie viele Menschen gehen denn Krank auf Arbeit? Nur weil sie auf das Geld angewiesen sind, bzw. auf den Job?

Geld macht dich nicht glücklich

Aber zurück zur Aussage aus dem Beitragstitel.

Wie oft hört man nicht, das Geld einen nicht glücklich macht. Im ernst? Klar macht Geld glücklich. Es bringt Sicherheit. Alles was dem Menschen Sicherheit bringt, macht ihn auch glücklicher.

Es hat aber Grenzen. So macht es für das eigene Glück einen großen Unterschied, ob man 20.000 € im Jahr verdient oder 60.000 €.

Es macht aber keinen Unterschied mehr, ob man nun 1 Million Euro im Jahr verdient, oder 10 Millionen.
Ob man es glaubt oder nicht. Dies wurde sogar durch mehrere Studien bereits nachgewiesen.

Und wer wirklich an die obere Aussage glaubt, sollte sich schämen, wenn er sich über den nächsten Bonus oder die nächste Gehaltserhöhung freut.

Was macht uns glücklicher als Geld? Erfahrungen!

Geld macht natürlich nur bis zu einem gewissen Einkommen wirklich glücklicher. Es ist ähnlich wie bei der Maslowsche Bedürfnishierarchie.

Hat man eine gewisse Schwelle erreicht, will man zur nächsten Stufe. Hat man also so viel Geld, das es einem nicht mehr glücklicher macht, muss was anderes her.

Erfahrungen sind dabei perfekt. Denn diese sind etwas, was nur für uns ist. ABER. Auch für die meisten Erfahrungen benötigt man erstmal etwas… GELD.

Natürlich kann man einige Erfahrungen kostenlos machen, oder relativ günstig. Aber wie so oft. Geld macht es einem einfacher, gewisse Erfahrungen zu machen. Auch kann das Geld selbst die Erfahrung beeinflussen.

Z.B. kann man für sehr wenig Geld nach Ägypten reisen. Stellt euch aber nur mal vor, ihr könntet euch den Flug nicht leisten.

Ihr fahrt also mit dem Auto. Das kann schon eine anstrengende und unangenehme Reise werden. In Ägypten selber steigt ihr in irgendeinem sehr billigen Hotel ab. Ihr werdet Krank… so könnte man das weiterspinnen.

Nun stellt euch vor, Geld spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Ihr fliegt entspannt mit dem Flugzeug nach Ägypten. Am besten mit Lufthansa 🙂 So verdiene ich mit an eurer Reise.

Ihr habt ein herrliches Hotel gebucht. Perfektes Essen. Ihr könnt euch völlig auf eure Erkundungstouren in Ägypten konzentrieren. Das Personal ist bestens ausgebildet und hilft euch bei euren Planungen..

Was glaubt ihr, welche Erfahrung besser ist? natürlich muss es so nicht kommen und es war nur ein reines Gedankenspiel. Aber jeder sollte zugeben können, das es mit dem nötigen Geld einfacher ist, gute Erfahrungen zu machen.

Und wer gute Erfahrungen macht, wird dadurch auch glücklicher.

Reine Selbstbestimmung.. nur durch Geld erreichbar

Als das Glücksgefühl schlechthin würde ich wohl die reine Selbstbestimmung definieren. Andere sagen dazu auch, finanzielle Freiheit oder Unabhängigkeit.

Wenn ich tatsächlich das machen kann, worauf ich Lust habe. Wenn die Bezahlung keine Rolle mehr spielt.

Um das zu erreichen, braucht man erst Geld.. relativ viel Geld. Denn das Vermögen, welches man sich aufgebaut hat, muss genügend Einkommen generieren, um mir den Luxus der Selbstbestimmung zu finanzieren.

Ohne geht nicht.

Aber wenn man dann erst genügend Vermögen hat und dieses ein sicheres Einkommen generiert, dann kann man alles machen.

Ihr wolltet schon immer jeden Tag ehrenamtlich Kinder trainieren beim Fußballspielen? Ihr wolltet schon einfach nur Malen oder in der Natur sein und Bilder machen?

Vielleicht aber wolltet ihr auch schon immer einen bestimmten Job machen, habt diesen aber nie gemacht, weil die Bezahlung zu schlecht war?

All das wäre möglich, wenn ihr, dank dem Geld, zur reinen Selbstbestimmung gelangt.

Von daher würde ich sagen, Geld macht nicht glücklich, ist falsch.

Bei dem Standard, welchen wir in Europa haben, benötigen wir Geld um glücklich zu sein.

Denn in Europa müssen wir uns um unsere Grundbedürfnisse keine Gedanken machen. Und wenn doch, ist auch hier oftmals, in welcher Form auch immer, Geld die Lösung. Und wer Sorgen durch Geld los wird, wird auch wieder glücklicher.

Geld macht also glücklicher. Auch wenn nur bis zu einem gewissen Grad. Hat man diesen erreicht, kann man das Geld entweder dazu einsetzen, sich schöne Erfahrungen zu machen, oder aber sich dem Ziel der reinen Selbstbestimmung zu verschreiben.

Zum Schluss noch eine kleine Formel, wie viel Geld ihr aktuell besitzen solltet. Umso jünger ihr seid, umso weniger könnt ihr auf die Formel zwar geben. Aber ab ca. 30 Jahre wird sie durchaus interessant, als Richtlinie.

Nettovermögen Soll = euer Alter x jährliches Bruttoeinkommen / 10

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