Finanzielle Einbußen durch ein Kind

Willkommen zu meinem ersten Beitrag in dieser Kategorie. Ich will hier darüber schreiben, wie sich ein Kind auf die eigenen Finanzen auswirkt und ob man trotzdem seine finanzielle Freiheit erreicht.

Denn nicht jeder kann wie irre sparen und dies als neue Religion verkaufen, wie ein Tim Schäfer… wobei ich hier schon sagen muss, das ich es krankhaft finde, wenn man sich einige seiner Artikel durchliest.

Heute soll es mal um das Elterngeld gehen und um die Elternzeit. Denn genau damit beschäftige ich mich momentan. Und da wir in Deutschland leben, kann es auch etwas komplizierter sein.

Ich möchte aber darauf hinweisen, das dies keine Beratung sein soll. Ich informiere hier eher darüber, wie ich das aktuell mache und wir es geplant haben. Und natürlich auch, was dies für Auswirkungen hat.

Wie viel Elterngeld gibt es?

Ohne auf verschiedene Sonderregelungen einzugehen, gibt es an sich 65 – 67 % vom Nettolohn, welches man vor der Geburt hatte. Aber maximal 1800 €. Hierbei reden wir vom Basiselterngeld.

Daneben gibt es noch das ElterngeldPlus. Dies wäre interessant, wenn meine Freundin und ich nebenbei weiterhin arbeiten würden. Aber da ich die ersten drei Monate Elternzeit nehme und aller Voraussicht nach ab Januar meine Freundin, habe ich mich damit nicht weiter beschäftigt.

Da ich zu viel verdiene, erhalte ich ab Oktober „nur“ 1800 € Elterngeld. Das „nur“ deshalb, da uns hierdurch jeden Monat etwas über 1.000 € in der Kasse fehlen werden. Weihnachtsgeld und meine Bonuszahlung 2020 werden ebenfalls um die 3 Monate angepasst.

Somit ist der Kleine noch gar nicht auf der Welt und wird Einnahmen in Höhe von ca. 4.000 € – 5.000 € verhindern.

Ab 2020 dann verlieren wir natürlich die Einnahmen meiner Freundin. Somit haben wir da ebenfalls knapp 35 % weniger pro Monat. Da die Einnahmen meiner Freundin hier auf dem Blog nicht beachtet werden, nenne ich keine Zahlen.

Naja, wenigsten ist das Elterngeld steuerfrei. ABER es muss dann nächstes Jahr in der Steuererklärung mit angegeben werden, da sich das Elterngeld auf meine Steuerlast meines restlichen Einkommens auswirkt…

Das Elterngeld und die Elternzeit ticken etwas anders

Was meine ich denn damit? Naja, wenn man sich mit dem Elterngeld und der Elternzeit beschäftigt, wird man mit dem Begriff der Lebensmonate konfrontiert.

An sich ist es recht einfach. Elternzeit darf man erst nehmen, wenn das Kind auch geboren ist. Da das Kind selten genau am Ersten eines Monats geboren wird, kann man nicht mit einem kalendarischen Monat rechnen. Sondern man rechnet mit Lebensmonaten.

Zur kurzen Verdeutlichung. Ist das Kind am 25.09. geboren, dann geht der erste Lebensmonat vom 25.09. bis zum 24.10.

Und nach den Lebensmonaten richtet sich alles andere aus. So wäre der erste Monat Elternzeit ebenfalls vom 25.09. – 24.10. Und auch nur nach den Lebensmonaten darf man Elternzeit nehmen.

Man kann also nicht sagen, man geht erst ab den 01.10. in Elternzeit, wenn das Kind nicht an einem Ersten des Monats geboren wurden ist. Auch das Elterngeld wird nach den Lebensmonaten gezahlt. Zumindest laut Internet.

In meinem Kollegenkreis wurde gesagt, das es am Ersten eines Monats kommt. Dies wird bürokratisch einfacher sein. Wie es dann wird, werden wir sehen.

Aktuelle Vorbereitungen auf die Elternzeit

Finanziell bereite ich mich bereits auf die Elternzeit vor. So lege ich Geld zurück, welches ich in den drei Monaten schnell anzapfen kann, sollte ich es brauchen. Denn in den drei Monaten werden meine Ausgaben höher sein, wie meine Einnahmen.

Um die bürokratischen Hürden nach der Geburt zu beschleunigen, werde ich auch vor der Geburt bereits die Vaterschaft anerkennen. Auch soll der Kleine direkt meinen Nachnamen erhalten. (ein kleiner Schwenk mit dem Zaunpfahl von meiner Freundin, das sie geheiratet werden will?^^ 😉 )

Auch muss ich mal schauen, in wie weit wir die Anträge für Elterngeld bereits ausfüllen können. Beantragen können wir es selbst erst, wenn das Kind da ist. Aber aktuell sind wir auch dabei, das Kinderzimmer vorzubereiten.

Zumindest haben wir jetzt einen Kinderwagen und Kindersitz 🙂 Gesponsert von meinen Schwiegereltern, denen ich für die Unterstützung sehr dankbar bin.

2 Kommentare

  1. Ich habe mir die Namensgeschichte gespart und wir haben dann spontan geheiratet – das geht unkompliziert Standesamtlich und auch ganz „heimlich“ – okay ein wenig angesäuert waren unsere Eltern dann schon aber das war so was von entspannt (und billig 😉 )

  2. Hallo Martin. Und steigt die Vorfreude? Ist schon ne spannende Sache und auch mal schön, dass der Fokus sich nun drastisch verändert. Du wirst sehen, auf einmal spielt das fehlende Geld bzw. die geringeren Einnahmen überhaupt keine Rolle mehr. Und abgesehen von den Opportunitätskosten trägt sich so ein neuer Mensch bis zur Kita durch das Kindergeld selbst, zumindest war das bei uns so. Anschließend möchte ich Deiner Liste noch ein paar Punkte hinzufügen:
    – Die Mutter erhält 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt den sogenannten Mutterschutz, in denen sie volles Gehalt bezieht. Und hier bedeuten 8 Wochen auch 56 Tage nach der Geburt. Erst danach beginnt (für die Mutter) die von Dir oben genannte Zählung in Lebensmonate.
    – Grundsätzlich sind Elterngeld und Elternzeit zu trennen. Man kann auch Elterngeld Plus beziehen und nicht arbeiten gehen, oder Elternzeit nehmen ohne Elterngeld zu beziehen. Elterngeld Plus bedeutet dabei lediglich, dass der Elterngeldsatz in den Elterngeld Plus-Monaten nur zu 50% ausgezahlt wird. Man kann das auch dazu nutzen, um die Elternzeit bei einem (wenn auch geringerem) Cashflow zu strecken. Anders verhält es sich hier beim sogenannten Partnerschaftsbonus, der on top auf die maximal 14 Monate Elterngeld genommen werden kann. Hier müssen dann beide Elternteile parallel 25 bis 30 Wochenstunden arbeiten und bekommen ihren Verdienstausfall in Teilen kompensiert.
    – Die Vaterschaftsanerkennung vor der Geburt ist auch zu empfehlen, da Du als nicht Verheirateter sonst im Falle von Komplikationen bei der Geburt keinerlei Entscheidungsgewalt hast. Also auf jeden Fall machen!
    – Vermutlich meinst Du das Richtige, aber ich habe bzgl. der Versteuerung verstanden, dass Elterngeld lediglich unversteuert ausgezahlt wird, dann aber über den Lohnsteuerausgleich vollumfänglich berücksichtigt wird und ggf. nachträglich versteuert wird.
    – Grundsätzlich kann man bis zum vollendeten 3. Lebensjahr des Kindes Elternzeit nehmen, auch von Phasen, in denen man arbeitet, unterbrochen. Ab einer gewissen Größe darf Dir, vorausgesetzt Du meldest das mindestens 7 Wochen vorher an, der Arbeitgeber diese Zeit auch nicht verwehren. Für das Elterngeld sind hierbei aber ein paar Sonderlocken zu beachten (volles Elterngeld nur innerhalb der ersten 14 Lebensmonate, Elterngeld Plus nur bei kontinuierlicher Zahlung von Elterngeld, etc.). Dazu empfehle ich einen der zahlreichen Elterngeldrechner im Netz.

    Euch alles Gute!

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