Einnahmenreport August 2019

Willkommen zum Einnahmenreport für den August.

Bevor ich zu diesem komme möchte ich direkt in den ersten Zeilen kurz etwas klarstellen. Es geht um meinen Verlust über insgesamt 27.000 €. Dieser ist nicht durch meinen Handel mit Optionen oder Aktien zustande gekommen. Sondern durch den Signaldienst welchem ich folgte. Dieser handelte Währungspaare über CFDs.

Ebenfalls möchte ich mich für die tollen Kommentare auf dem Blog bedanken. Ich habe von vielen großen Zuspruch erhalten. Auf anderen Seiten wurde ich dagegen eher als kritisiert. Wobei das auch falsch ist. Teils kam es mir auf anderen Seiten auch einfach so vor, als hätten die Leute durchaus Freude daran sich an dem Misserfolg andere zu ergötzen.

Nun, mit sowas musste ich rechnen, wenn man so ehrlich ist. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum wenige Blogger zu 100 % transparent sind. Oder etablierte Blogger nicht gerne über frühere Fehlschläge schreiben. Aus Angst vor Kritik. Ich kann es nachvollziehen. Glücklicherweise werde ich deshalb nicht aufhören. Hätte ich früher auch immer auf das gehört, was ich angeblich alles nicht kann, ich wäre nicht in meiner heutigen Position.

Ich möchte auch kurz ansprechen, wie dramatisch 27.000 € Schulden angesehen werden. Es gibt mehr als genug Menschen, bei denen das Auto mehr gekostet hat. Ich habe dafür nur kein Auto erhalten 🙂

Es ist natürlich sehr viel Geld. Keine Frage. Aber 27.000 € sollten für niemanden Existenzbedrohend sein und so sollte man die Kirche im Dorf lassen. Ich habe den Verlust geteilt, um eine reale Warnung herauszugeben. Oder wo sonst liest man von solchen realen Verlusten durch Signaldienste?

Wenn man meine Reports liest sieht man, dass ich 409 € für den Kredit abzahle. Das ich den Kredit damit nicht in zwei Jahren abgezahlt habe, ist mir natürlich klar. Mit früher Mathe 1 sollte ich das hinbekommen beim Überschlag 🙂 Ich spare nebenbei weiter Geld, bis ich den Kredit mit einmal abzahlen kann.

Hierfür setze ich mir das Ziel, es in spätestens zwei Jahren zu haben. Theoretisch würde ich es schneller hinbekommen, wenn ich es darauf ansetzen würde. Da aber die Elternzeit vor der Tür steht und auch dadurch meine Bonuszahlungen etwas geringer ausfallen werden (habe ja nur 9 Monate gearbeitet) setze ich nicht alles daran, den Kredit auf Zwang abzuzahlen. Mich drängelt nichts.

ETF Sparpläne weiter im Gewinn

Wie jeden Monat gingen auch im August wieder 300 € in meine ETFs. Diese wachsen langsam aber stetig. Bis ich in Rente gehe haben diese noch gute 35 Jahre Zeit zu wachsen.

Auch in der Zeit meiner Elternzeit werde ich die Sparpläne auf diesem Niveau laufen lassen. So wird es zwar so sein, das mein Elterngeld nicht ausreichen wird, um auch meine Sparpläne mit zu finanzieren. Aber ich habe dafür natürlich Rücklage gebildet.

Wen es vielleicht auch interessiert. Nur die Elternzeit „kostet“ mich zwischen 3500 – 4500 €. Hierbei berücksichtige ich den Verlust an Nettoeinkommen, sowie die niedrigeren Bonuszahlungen (Weihnachtsgeld, Gewinnbeteiligung)

Aktien – Käufe und Verkäufe

Im Juli wurden mir meine Aktien von Comcast ausgebucht. Nun, da ich der Meinung war, dass immer noch eine Unterbewertung vorlag, habe ich einen neuen Put auf Comcast geschrieben.

Da die Aktien unter dem Strike des Put schlossen, wurden mir am 23.08. wieder 100 Aktien von Comcast in mein Depot gebucht. So habe ich die Aktien für 43,50 $ eingebucht bekommen.

Ich bin also wieder stolzer Besitzer von Comcast. Zumindest von einem winzigen Teil davon 🙂

Auch ist mir aufgefallen, dass ich wohl den Kauf von 5 weitere Aktien von Realty Income vergessen habe zu kommunizieren. Der Kauf ist bereits eine Weile her. So besitze ich in Summe also 11 Aktien von Realty Income.

Optionen sorgen für den Cashflow

Wie bereits eingangs erwähnt. Der Verlust bei mir kommt nicht durch meinen Optionshandel. So wie ich den Optionshandel betreibe, sind solche Verluste nicht möglich. Das Risiko liegt alleine in der Aktie, auf welche ich Optionen schreibe.

Um so einen Verlust mit meinem Optionshandel zu schaffen, müsste ich eine Option auf eine Aktie schreiben, welche 270 € kostet. Diese müsste dazu noch pleitegehen.

Auf meine Bestände bei Comcast habe ich nach dem Einbuchen wieder einen Call dagegen geschrieben. Diesen zähle ich für den August aber mal nicht als Einnahme. Ich möchte zukünftig nur noch direkte realisiert Gewinne bei den Optionen wieder aufschreiben.

Der Grund ist dafür, dass ich mir sonst zu viel merken müsste 🙂 Normalerweise kaufe ich Optionen nicht zurück. Diesen Monat habe ich dies aber z.B. bei Lufthansa getan, um gleich weitere Optionen darauf zu verkaufen und meine Einnahmen zu steigern.

Um hier aber später Verwirrungen zu vermeiden, schreibe ich nur noch Einnahmen bei Optionen auf, die Verfallen oder zurückgekauft wurden sind.

Somit habe ich für diesen Monat offiziell mal keine Einnahmen zu verzeichnen. Das wird im kommenden Report dann wieder.

Dividenden

Im August hat nur Realty Income ausgeschüttet. Da ich so wenige Aktien besitze, waren es natürlich nur 2,50 $ die ich erhalten habe.

Forextrading – ein kurzer Spaß, mit nicht so spaßigem Ende

Ich habe meine Mitgliedschaft bei F4C gekündigt. Somit bleiben mir die 299 € Signalkosten auch zukünftig erspart. Es ist natürlich schade, dass deren System gute zwei Jahre hervorragende Renditen gebracht hat und alles in einer Woche mehr oder weniger zunichte gemacht wurden ist.

Mich ärgert dabei weniger, dass es schief gegangen ist. Vielmehr ärgert es mich immer noch, den Kredit extra dafür aufgenommen zu haben, um schnell viel Geld zu verdienen. Natürlich spielte hier die massive Erhöhung der Beiträge auch mit rein. Naja, egal.

Ich weiß ich bin mit meinen 27.000 €, im Vergleich zu anderen Mitgliedern, mit einem blauen Auge davongekommen. Zwi wichtige Dinge konnte ich mitnehmen. Nie mit geliehenem Geld handeln, auch wenn man es sich leisten könnte und nie wieder mit solchen Hebeln handeln.

So aber welche Verluste stehen für den August nun auf der Uhr? -5441,06 €

Dies sind die restlichen Verluste aus dem Handel mit CFDs und dem Signaldienst. Mehr werden es nun nicht mehr. Die Konten sind leergeräumt und der Dienst gekündigt. Hätte ich direkt die Konten leergeräumt, nachdem die Schieflage begann, hätte ich mehr Geld retten können.

Hinterher ist man halt immer klüger. Ich bin froh die Reißleine gezogen zu haben und wieder voll in meinen langweiligen Aktien und Optionsgeschäft drin zu sein. Ein Vorteil hat es. Für die kommenden Jahre werden bei mir keine Steuern fällig 😀

CFDs landen im zweiten Steuertopf und die Verluste dürfen mit allen Gewinnen verrechnet werden. Bei Aktienverlusten wäre dies schlimmer. Aktienverluste dürfen nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden.

Zusammenfassung

Hier gibt es nicht viel.

Einnahmen 2,50 $ (2,25 €) zu 5441,06 € Verlust. Gesamt also ein Verlust von 5438,81 €

Ab dem kommenden Monat wird es wieder ruhiger hier was die Verluste angeht. So werden im kommenden Report wieder Optionseinnahmen zu verzeichnen sein. Vielleicht auch wieder Gewinne durch Aktienverkäufe.

7 Kommentare

  1. Kleiner Hinweis zu den Verlustrechnungstöpfen…
    Diese werden vorrangig vor deinem Freibetrag behandelt. Also erst, wenn dein Topf leer ist, kannst du den Freibetrag wieder anzapfen. Dies solltest du bedenken, bevor es da ein böses erwachen gibt!

    LG

  2. Hallo,möchte ein verticalSpraed aufsetzen,mein allererster nun ne frage an dich,Du hast ja auch mal angefangen und weißt wie eim da zumute ist.
    Call oder Put mit welcher aktien Art?oder auch CFD? Tschüß Erwin34

    • Hallo Erwin,

      einen Vertical Spread setzt man mit Optionen auf. Mit CFDs ist sowas nicht möglich.

      Suche dir eine Aktie, welche nicht soviel kostet. Vielleicht nicht mehr wie 50 €/$. Bei den ersten Trades geht es darum ein Gefühl zu bekommen und die Technik kennenzulernen.
      Suche dir eine Aktie, welche einen Aufwärtstrend hat. Wie z.B. Comcast. Setze da dann einen Spread mit Puts auf. So würde ich das zumindest machen. Bei den ersten Trades geht es darum ein Gefühl zu bekommen. Denke noch nicht zu sehr an Geld verdienen dabei.

      Wenn du dich nicht vor englischen Seiten scheust, kann ich dir auch Tastytrade empfehlen.

  3. Hi Martin,

    boah, €27.000 ist wirklich ein Haufen Geld. So leid es mir für dich tut, so bin ich bei dem von dir Geschriebenen doch ganz froh, nicht selbst bei F4C „eingestiegen“ zu sein. Dies hatte ich nämlich vor einiger Zeit schon einmal in Erwägung gezogen.

    Trotz deiner Erfahrungen könnte ich mir selbst nach wie vor vorstellen auch mit geliehenem Geld zu investieren. Ich würde mich dabei jedoch ausschließlich auf stockkonservative Dividenden-Aktien konzentrieren.

    Ansonsten bin ich gespannt, wie sich dein weiterer finanzieller Werdegang nach diesem einschneidenden Erlebnis weiter gestalten wird.

    Zunächst einmal wünsche ich dir aber vor allem ganz viel Spaß bei deiner bevorstehenden Elternzeit! Diese werde ich nächstes Jahr nämlich ebenfalls in Anspruch nehmen. 🙂

    – David

    • Hallo David,

      ja die zahlen haben schon eine gewisse Anziehung nicht wahr? Also von F4C. Sei aber froh nicht eingestiegen zu sein.

      Auf Kredit zu handeln auf Aktien ist sicher noch ein klein wenig anders wie bei den CFDs. Wobei es sich hier am meisten lohnen würde, wenn die Märkte richtig krachen gehen würden. Wären es Aktien gewesen, hätte ich es ausgesessen. Aber Währungen sind zu spekulativ, zu politisch. In meinen Augen zumindest. Schade nur, dass man erst hinterher klüger ist 🙂

  4. Hey, ich bin auch leidbeklagender bei dem Signaldienst.
    Ich wollte mal Fragen welche Steuertöpfe es denn gibt, du schriebst „den zweiten“?
    VG

    • Hallo Stefan,

      es gibt zwei Stück. Im ersten Topf werden deine Aktienverluste und Aktiengewinne gesammelt. Dabei ist zu beachten (in Deutschland) das Verluste durch Aktien nur mit Gewinnen aus Aktien verrechenbar sind. Also nicht mir Optionsprämien, nicht mit Dividenden oder sonstigen Kapitaleinnahmen.

      Im zweiten Topf kommen dagegen alle anderen Gewinne und Verluste rein. Dividenden, Optionsprämien, Gewinne/Verluste aus CFD Handel etc.
      Der zweite Topf ist etwas einfacher in der Handhabung. Die hier liegenden Verluste dürfen mit allen Gewinnen verrechnet werden. (bei Zinsen bin ich mir nur gerade nicht sicher)

      Bedeutet also, du kannst die Verluste aus dem CFD Handel mit deinen Dividendeneinnahmen, möglicherweise Optionsprämien und Aktiengewinnen verrechnen. Das Finanzamt wird aber die Kontoauszüge sehen wollen (nächster Jahr dann) Sollten die eine Verlustbescheinigung vom CFD broker verlangen, ist dies nur bei deutschen Brokern möglich. Broker außerhalb Deutschlands sind dazu nicht verpflichtet. Das Finanzamt muss sich hier mit dem Kontoauszug, vielleicht noch der Tradeaufstellung, zufrieden geben.


      Aus rechtlichen Gründen noch kurz. Ich bin kein Steuerberater und die Aussagen müssen nicht richtig oder vollständig sein.

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