Budget? Nein danke! Hier kommt das Anti-Budget

Budget sind ja teilweise sehr beliebt. Zumindest wenn man anfängt sich mit seinen Finanzen zu beschäftigen.

Schnell stellt man dann für alle möglichen Sachen Budgets auf.

Essen : 200 €

Trinken : 50 €

Starbucks : 300 € 😉

Ihr wisst was ich meine. Man versucht sehr schnell, jedem Winkel im Leben ein Preisschild aufzudrücken. Natürlich mit dem gewaltigen Willen sich daran zu halten…

Das erste Wochenende darauf habt ihr auch schon den ersten innerlichen Konflikt…


Hey, lass uns was trinken gehen.


Ich kann nicht. Dafür habe ich kein Budget.


Aber du hast die ganze Woche hart gearbeitet. Das hast du dir schon verdient. Ist ja nicht jedes Wochenende. An die Budgetierung musst du dich erst gewöhnen.


Stimmt irgendwie.. ich will ja auch leben. Ich gehe einfach mit. Ist eine Ausnahme. Ich ziehe das einfach von meinen 300 € Starbucks-Budget ab.


Sind wir mal ehrlich. So oder so ähnlich kommt dann sehr schnell das Selbstgespräch zustande. Und zack. Das wars mit dem Budget. Es bleibt nicht bei der einen Ausnahme. Es werden mehr Ausnahmen.

Man startet vielleicht einen zweiten Versuch, aber auch der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit schief gehen.

Also wenn der Mensch nicht für Budgets gemacht ist, was soll man dann machen? Hier eine gute Nachricht! Wir brauchen keine Budgets an sich. Wirklich nicht.

Das Anti-Budget

Die Idee des Anti-Budget ist nicht von mir. Ich habe aber unwissentlich bereits danach gelebt. Durch das Buch Der Reichste Mann von Babylon* bin ich selbst mal draufgekommen. Umgesetzt habe ich es aber erst später.

Bereits in dem Buch wird einem beigebracht, dass man zuerst sich selbst bezahlen sollte.

Die Betonung liegt hier ganz stark auf ZUERST.

Ich habe es ja selbst mit einem Budget in verschiedenen Kategorien versucht. Bei mir scheiterte es oftmals am Tracking.

Ich hatte einfach nicht die Lust, jeden Cent den ich ausgegeben habe, in irgendeine App einzutippen.

Ganz ehrlich, wer macht das auch dauerhaft…?

Zum Glück müssen wir das nicht machen. Wir können Budgets hinter uns lassen und unser ganzes Geld ausgeben, wenn wir etwas anders machen.

Wir müssen anfangen uns zuerst zu bezahlen. Voll automatisch. Also, im Grunde solltet ihr ja wissen, was am Ende des Monats von eurem Geld übrig sein sollte.

Wenn theoretisch 1200 € übrigbleiben sollten, dann rundet auf 1.000 € ab und richtet dafür einen Dauerauftrag ein.

Bezahlt euch direkt am 01. oder 02. eines Monats. Das Geld muss direkt weg sein. Dann seht ihr, was übrig ist. Das könnt ihr ausgeben. Mehr ist nicht da.

Ein Tipp aus Amerika für eure Sparquote

Wer nicht genau weiß was er eigentlich spart, oder noch schlimmer, wer glaubt er kann nichts sparen…

Macht die 1% Challenge.

Hierbei macht ihr folgendes. Ihr nehmt euren Nettolohn. Und spart davon im ersten Monat 1 %.

Den Monat darauf 2 %. Denn dritten Monat 3 %… also jeden Monat spart ihr 1 % mehr.

Dies macht ihr solange, bis ihr mindestens 20 % erreicht habt. Weniger sollte niemand sparen.

Wer mir jetzt sagt, dass er keine 1% sparen kann, braucht keine Finanzblogs mehr zu lesen. Selbst die Steigerung jeden Monat um ein weiteres Prozent sollte machbar sein.

Das Argument, das man nicht sparen kann, ist sowieso dumm. Ja, es ist dumm. Denn wer nicht sparen kann, gibt mehr aus, wie er verdient.

Oder will mir einer sagen, das er bei einem Netto von 1983 € genau 1983 € im Monat ausgibt? Bitte.

Die 1% setzen niemanden unter Druck und bringt einen langsamen Gewöhnungseffekt mit sich.

Wichtig ist, dass ihr das Geld jeden Monat automatisch auf euer Depot oder Tagesgeldkonto überweist. Und es dann investiert.

So könntet ihr euch z.B. bei der ING ein Extra-Konto einrichten und ein Depot.

Danach kauft ihr über einen automatischen Sparplan jeden Monat stur ETFs. Und das wars. Das ist so der einfachste Weg, über die Zeit ein Vermögen aufzubauen.

In meinen Einnahmenreports kann man sehen, welche ETFs ich bespare.
Ich bin im Übrigen auch sehr zufriedener Kunde bei ING und habe hier
meine Sparpläne laufen 🙂
Also bei Fragen kann ich hier auch direkt helfen.

2 Kommentare

  1. Hallo,
    ja das sind zwei tolle Tipps wie man in die Sparschiene findet! Ein weiterer Tipp ist einfach die Gehaltserhöhungen nicht auszugeben sondern die Sparquote um den Betrag zu erhöhen.
    Wenn man z.B. noch mit seinem ersten Gehalt auskommt und die Gehaltserhöhungen spart kommt man auf tolle Erfolge. Tim Schäfer hat mal geschrieben er lebt noch wie ein Student – ich könnte sagen ich lebe in der finanziellen Unabhängigkeit und gebe Geld aus wie nach meiner Lehrzeit als Industriekaufmann.
    Viele Grüße
    Bergfahrten

  2. Sehr gut geschriebener und informativer Artikel. Eine sehr gute Aufstellung. Da kann sicherlich der ein oder andere was mit anfangen. Ich finde es wichtig, sich immer mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten auseinander zu setzen. So findet jeder etwas passendes. 🙂

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