27629,36 € Verlust! Zwischen Frust und Dankbarkeit

Ja, das ist meine Bilanz aus dem CFD-Handel mit Forex4Charity. So sieht das Endergebnis aus, wenn die Gier das Hirn frisst.

Mein Nettovermögen ist im Minus. An sich bin ich pleite. Schon heftig oder?

Nun rede ich hier vom Endergebnis. Ja, das ist auch korrekt so. Die laufenden Trades sehen auch nicht toll aus. Mein „kleines“ Konto ist platt. Ich muss da sogar noch 93 € nach schießen.

So habe ich mich entschieden, alle Trades zu schließen und mein Geld von den Konten abzuziehen. Ich werde auch meine Mitgliedschaft bei F4C kündigen.

Werde ich es bereuen? Vielleicht. Möglicherweise läuft es ab jetzt wieder. Vielleicht auch nicht. An sich ist es egal. Denn das Vertrauen ist verspielt.

Wenn meine Strategie in den Verlust geht, ist mir das egal. Weil ich weiß was ich mache.

Doch was F4C macht, weiß keine Sau. Leider habe ich nicht auf meinen Bauch gehört, sondern auf die Zahlen geschaut und meine Gier übernehmen lassen.

Ich möchte hier nochmal sagen, ich gebe niemandem die Schuld. Es war meine Entscheidung. Nur ich bin dafür verantwortlich.

Schuldenabbau hat oberste Priorität

Ihr könnt es in meiner Tabelle sehen, welche ich in meinen Berichten zur finanziellen Freiheit teile. Ich zahle pro Monat 409 € für den Kredit für die Spekulation mit CFDs ab.

Zusätzlich kommen 142 € für unsere Küche hinzu. In Summe also 551 €, welche jeden Monat bei mir für Kredite drauf gehen.

Das sind knapp 19 % meines verfügbaren Einkommens. Wenn ich die Schulden also weg habe, erhöht sich meine Sparquote um 19 %.

Somit habe ich für mich als Ziel gesetzt, möglichst schnell die Schulden abzuzahlen. Die oberste Priorität hat dabei momentan der Forexkredit. Diesen Fehler will ich schnellsten wieder begleichen.

Dafür werde ich versuchen, möglichst viel Geld zu sparen. Zumindest nach der Elternzeit. Denn in der Elternzeit deckt das Elterngeld ungefähr meine Ausgaben.

Neben dem klassischen Sparen habe ich eine freiberufliche Tätigkeit angemeldet. Hier konnte ich schon erste kleine Einnahmen verzeichnen.

So versuche ich meine Einnahmen nebenbei weiter anzuheben und nicht nur das Sparpotential von meinem Hauptjob zu nutzen.

An der Schuldentilgung selbst, sowie auch an den nebenberuflichen Einnahmen, werde ich euch in den Einnahmenreports und in den Reports zur finanziellen Freiheit teilhaben lassen.

Achso, wer sich fragt, warum ich weiter die Reports zur finanziellen Freiheit schreiben werde. Theoretisch ist es möglich, trotz Schulden, finanziell frei zu werden.

Denn in der finanziellen Freiheit ist das Nettovermögen die eine Seite, wichtig ist aber eher, dass die Einnahmen alle Ausgaben decken können. Dies werde ich weiterhin versuchen. Aber auf meinem Weg und nur noch mit meiner Strategie.

Die Zielsetzung

Nun kann man leicht sagen, man will die Schulden abbauen. Im Grunde ist das kein Problem. Ich muss einfach weiter meine Raten zahlen und in ein paar Jahren bin ich schuldenfrei.

Dies ist aber nicht mein Anliegen. Jetzt, wo das Experiment schief gegangen ist, habe ich den Anspruch möglichst schnell wieder schuldenfrei zu werden.

Das schulde ich mir, meiner Freundin und meinem ungeborenen Sohn!

Im Grunde will ich es schaffen, die Schulden in den nächsten zwei Jahren zurückzuzahlen. Werde ich das schaffen? Ich gehe stark davon aus, sonst könnte ich es auch lassen.

Es dreht sich zwar jetzt alles um den Schuldenabbau, doch dies wird das große Ziel sein. Der Weg dahin wird interessant.

Denn ich habe auch Zielsetzungen für das Freelancerbusiness getroffen, welche ich erreichen will. Auch habe ich wieder mehr Ideen für die Website des Kapitalisten.

Wer jetzt Angst hat, das ich hier alles mit Werbung zuhaue oder so was, kann ich beruhigen. Die Website wird nicht bis auf den Zahn monetarisiert werden. Sondern wie jetzt auch, wenn es passt, einen Affiliatlink zu einem Buch mit Mehrwert.

Der Kapitalist muss aktuell aber noch ein wenig warten. Denn aktuell arbeite ich an meiner Firmenwebsite. Über diese werde ich dann versuchen, bessere Jobs zu generieren als die Aktuellen.

Warum ich ein wenig Dankbar bin und den meisten Anlegern nun Meilenweit voraus

Ich schreibe hier von Schulden und einem Verlust von 27.000 € und bin dankbar?

Natürlich ärgere ich mich. Natürlich könnte ich mir in den Arsch beißen. Aber die Erfahrung ist nun auf meiner Seite. Jetzt habe ich es zum ersten Mal geschafft, Konten zu plätten. Oder anders gesagt. Zum ersten Mal ein Vermögen zu vernichten, welches für mich weh tut und Konsequenzen hat!

Dabei muss ich an den großen Andre Kostolany denken. Um genau zu sein an ein Zitat, welches mir immer wieder im Kopf rumgeisterte.

Ein Börsenspekulant, der in seinem Leben nicht mindestens zweimal pleite war, ist dieser Bezeichnung nicht würdig.

André Kostolany

Nun fange ich, mehr oder weniger, zum zweiten Mal neu an. Wer sich noch erinnert kann, habe ich letztes Jahr schon neu angefangen. Ich habe damals den Großteil meines Geldes eingesetzt, um schuldenfrei zu werden und Konsumkredite abzuzahlen.

Nun bin ich durch Spekulationen pleite. Der Vorteil damals war wenigstens, mein Nettovermögen war positiv. Aktuell ist es aber negativ.

Vielleicht war das der Knackpunkt in meinem Leben? In ein paar Jahren kann ich dann darüber schreiben, wie ich pleite war und die Schulden schnell abgebaut ab etc.

Das wäre die klassische Geschichte, nicht wahr 😉

Gleichzeitig bin ich durch diese Erfahrung den meisten Anlegern meilenweit voraus. Mental!

Ich weiß wie es sich anfühlt, wenn das Konto 90 % verliert. Kennst du das Gefühl auch? Ich fange auch nicht mehr an zu zittern, wenn das Konto 20%, 30% oder 40 % einbricht.

Und du? Wirst du dann noch an deiner Strategie festhalten? Wirst du dann noch an Buy and Hold glauben?

Oder was machst du, wenn dein Konto nur 10 % einbricht, dies aber 5.000 € sind? Stört es dich? Bekommst du Panik? Ich nicht mehr. Zumindest nicht bei Aktien.

Wenn ich gehebelt handeln würde, dann ja. Ich werde nie wieder so gehebelt handeln! Nie mehr. Wenn ich aber weiß, das ich nicht mehr verlieren kann, wie ich im Depot habe, werde ich entspannt bleiben.

Anfänger, auch Leute die noch keine größeren Rückgänge miterlebt haben, werden jetzt abwinken. Man unterschätzt sehr schnell den Wert der mentalen Stärke, welche ich sehr schmerzlich nun erlangt habe.

Die Reise beginnt und euch nehme ich mit

Ich bin mal so frei und würde mich wohl als einen, möglicherweise den ehrlichsten und transparentesten Finanzblogger im deutschsprachigen Raum bezeichnen.

Leider kommunizieren nicht alle ihre Erfolge und Misserfolge wirklich offen. Oftmals werden Reports eingestellt, wenn es nicht mehr so richtig gut läuft.

Ich werde euch nun auch auf meinem Weg aus den Schulden mitnehmen. Meine Reports werden um die Freelancertätigkeiten erweitert.

Möglicherweise kommen von mir dann auch weitere kleinere Artikel, wie zusätzliche Einkommen wirklich zu realisieren sind.

Eine kleine Bitte zum Schluss hätte ich heute noch an euch. Ich wurde (tatsächlich habe ich mich da nicht selbst angemeldet^^) für den Finanzblogaward vorgeschlagen.

Auch wenn mein kleiner Blog wenig Chancen hat, würde ich mich freuen, wenn ihr für Der Kapitalist eure Stimme geben würdet.

Wenn ihr den folgenden Link folgt, kommt ihr zur Übersicht der vorgeschlagenen Blogs. –> Klick

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich eure Stimme erhalte. Schonmal vielen Dank dafür 🙂

Nachtrag für die Reddit-User

PS. Für die Reddit User, Links sind zurückverfolgbar 🙂 Da ich bei Reddit nicht angemeldet bin und es nicht vorhabe, gebe ich meinen Kommi hier ab 🙂

Lest bitte, wenn ihr euch einzelne Passagen aus dem Blog aussucht, auch bitte die ganzen Reporte durch und was diese aussagen. Als Beispiel sei nur kurz genannt:

… niemals wird der Kollege FI erleben. Die 30k sind ja nicht einmal nur verzockt; dafür wurde ein Kredit aufgenommen! Und für die „Forex-Signale“ werden auch noch 299€ im Monat fällig…

Wer richtig liest wird feststellen, dass ich die 299 Euro ja gar nicht mehr zahlen muss und trotz Kredit mehr spare im Monat, als die User, welche sich da wohl über mich aufregen 🙂

Ich „rotze“ auch nicht tagtäglich Informationen ins Netz 🙂 Sondern einmal die Woche.

Wer die Unterhaltung auf Reddit nachverfolgen möchte kann hier klicken.

34 Kommentare

  1. Ok. Diesen Eintrag hatte ich noch nicht gelesen als ich heute Vormittag über investieren über Kredit hier schrieb. Das ist schon übel… Auch wenn es für dich ein schwacher Trost ist, ich habe in meiner Anfangszeit über 10.000 € beim Handeln von Knock-Out-Zertifikaten mit hohen Hebeln verloren.Allerdings war es mein Geld und nicht auf Kredit. Meine Lehre daraus war, dass ich nur noch langfristig in Aktien investiere und die Finger von Hebelprodukten lasse…

  2. Also kurz zusammengefasst: Du bist nicht zum ersten Mal, sondern zum zweiten Mal kräftig auf die Nase gefallen.
    Und deine Konsequenz daraus ist nun, statt stetig die Verluste abzuzahlen und nun ein solides Fundement aufzubauen, wieder den fast-track zu suchen und mit den nächsten wilden Projekten durchzustarten…

    Sorry, aber mentale Stärke oder das Lernen aus vergangenen Fehlern erkenne ich hier nicht. Dafür müsste man mal sein Ego zurückschrauben und sich eingestehen, dass man doch nicht der Großkapitalist ist der man gern wäre…

    • Hallo Reinsch,

      an sich bin ich zum ersten Mal auf die Nase gefallen. Der Neuanfang letztes Jahr waren Schulden für das Auto, welche ich direkt abgezahlt hatte. Dies hatte ich gemacht, da ich die Raten nicht mehr zahlen wollte.

      Den fast-track verstehe ich jedoch grade nicht… an der Börse mache ich mein Ding weiter so, wie ich es seit über einem Jahr mache. Die Ergebnisse sind solide und stetig. Und nebenbei etwas aufbauen finde ich auch nicht als fast-track. Hier habe ich im Grunde ja „nur“ das Ziel, meine Kreditraten monatlich zu verdienen und nicht die nächste Google hochzuziehen.

  3. Hallo Martin,

    es wird dir kein Trost sein, aber bei mir ist der Verlust nochmal höher, ich war einer der 50000 Anleger, die in Container von P&R investiert hatten. Mehr als 20 Jahre flossen ordentliche Zinsen, bis dann vor 10 Jahren das Ponzi-System begann. und wie sich mittlerweile rausstellt, von den verkauften Containern nur etwa die Hälfte tatsächlich existiert.
    Es bleibt die schwache Hoffnung, dass der Insolvenzverwalter vielleicht nochmal 20% der Anlagesumme rausholt.
    Das einzige was ich daraus gelernt habe ist, das Klumpenrisiko bzw. die Streuung noch intensiver zu beachten.

    • Danke für deinen Kommi und auch deiner Offenheit. Fehler passieren. Oftmals sieht man, wie auch ich, zuerst die Chancen und glaubt nicht so recht an das Risiko. Man weiß zwar um das Risiko, sieht es aber als eher unwahrscheinlich an. So war es zumindest bei mir (immerhin haben die Jungs zwei Jahre mehr als ordentliche Renditen erzielt)

      Wichtig ist in meinen Augen, niemanden direkt die Schuld dafür zu geben. Es war die eigene Entscheidung. Und es ist wichtig, sich davon nicht unterkriegen zu lassen. So werde ich aktuell auf einigen Seiten zerpflückt. Mit sowas musste ich rechnen, als ich die Verluste preisgab. Aufgeben ist aber keine Option.

  4. Aus Fehlern lernt man. Rico von erfolgreich-sparen hat als Stillhalter mal die Hälfte seines Vermögens in den Sand gesetzt. Respekt, dass du so offen mit dieser Situation umgehst (Rico hat seinen Artikel mittlerweile leider wieder gelöscht hat).
    Als Spekulant kann man durchaus Geld verdienen. Ich habe jedoch den Eindruck, dass das viel Zeit frisst, wenn man alles richtig machen will. ETFs und Co. bringen vielleicht nicht enorme Renditen, aber man muss dafür nur wenige Stunden im Jahr aufbringen und hat mehr Lebenszeit für andere Dinge. Vielleicht siehst du das als Vater bald etwas entspannter.

    • Hallo Ex-Studentin,

      ich werde wohl jetzt bei meinem Aktien und Optionen bleiben. Wenige Stunden im Jahr reichen hier vielleicht nicht aus, aber wenige Stunden im Monat schon 🙂
      Davon abgesehen ist es mit meiner Herangehensweise relativ sicher. So siccher, wie Aktien halt sein können 🙂

    • Sehr schade, dass Rico seinen Verlust-Artikel gelöscht hat… Einseitige Berichterstattung oder Zensur nennt man das. Ich hoffe, dass niemand finanziellen Schaden nimmt, weil er seinen Empfehlungen gefolgt ist… 🙁

  5. Hallo Martin,

    Verstehe ich deinen Kommentar oben richtig, dass Du weiterhin spekulativ investieren willst, anstelle vorrangig zuerst die fünfstelligen Schulden zu tilgen?

    Mit welchem Kapital willst du investieren?

    Besorgte Grüße

    Bastian

    • Hallo Bastian,

      spekulativ ist relativ. Aktien sind für mich Vermögenswerte.

      Der Kredit hat mich bilanztechnisch ins Minus gebracht. Mein Nettovermögen ist momentan negativ. Das hat aber nichts mit meinen Cashflow zu tun.

      Ich zahle den Kredit normal ab. An sich, als würde ich den Kredit für ein Auto abbezahlen, nur das ich kein Auto für das Geld bekommen habe. Ich bin immernoch in der Lage, jeden Monat einen vierstelligen Betrag auf die Seite zu legen, trotz Kredit.

      Ich denke das kommt teils nicht rüber. Finanziell bin ich so aufgestellt und der Kredit war so gewählt, dass ich mich nicht einschränken muss. Es ist nur mein Anliegen den Kredit nun so schnell es geht abzuzahlen. Wenn ich es nicht tue, ändert sich nur mein Geld, welches ich monatlich investieren kann. Vor dem Kredit habe ich jeden Monat 1100 € in den Aktienmarkt investiert. Jetzt „nur“ noch 600 €

  6. „Ein Börsenspekulant, der in seinem Leben nicht mindestens zweimal pleite war, ist dieser Bezeichnung nicht würdig.
    André Kostolany “

    Kostolany hat in vielem Recht, was er in seinen Büchern schreibt. Meine Empfehlung: lies einmal das ganze Buch, aus dem das Zitat stammt. (Die Kunst über Geld nachzudenken). Hier sagt er ausdrücklich, dass man erst spekulieren darf, wenn man genug Geld hat. (eigenes Haus, genug Geld für das Studium der Kinder). Vorher soll man nur investieren!

  7. Hallo Martin,

    ein ganz großes Dankeschön an deinen Mut. Es ist eine Seltenheit, so offen über Finanzanlagen im Netz zu sprechen und dann auch noch von Verlusten zu berichten. Ich verfolge deinen Blog nun schon so lange… Und bitte dich deine Arbeit aufrecht zu erhalten. Du bietest mit deinem Blog vielen Lesern einen absoluten Mehrwert. Bleibe dran.

    Nachdem ich ebenfalls ein paar kleinere Verluste bei einem Vola-Event mit naked puts eingefahren habe, bin ich auch wieder zu besicherteren Strategien zurück.

    Eine Sache interessiert mich dennoch sehr stark bei deinen Verlusten. Ist der große Verlust durch ein paar wenige Positionen zustande gekommen oder waren es einige Positionen welche „ausgesessen“ werden sollten? Ist der Verlust durch eine große ruckartige Bewegung entstanden oder allmählich?

    Eventuell kannst du ja noch einmal näher darauf eingehen.

    Ich wünsch dir alles Gute und bin mir ziemlich sicher dass du deinen Weg gehen wirst und deine Ziele erreichst.

    Viele Grüße

    • Hallo Martin,

      die Verluste sind durch den Signaldienst und dem CFD handel entstanden. Es wurden massiv long Positionen in GBP aufgebaut. In der KW 31 gingen die Trades dann alle in die Knie und rissen die Konten mit runter. Aufgrund des hohen Hebels und der Masse der Positionen mussten nicht mal die Stopps erreicht werden. Die Konten verloren innerhalb von zwei Tagen den Großteil des Kapitals. Da war selbst nicht so viel mit reagieren (außer man hätte immer davor gesessen)

      Aus diesem Grund bleibe ich ab sofort bei dem was ich selber kann und werde mich nie wieder auf andere Signaldienste verlassen. Mit Aktien und dem Einsatz von secured Optionen fühle ich mich wohl und sehe das auch am Depot, dass ich hier eher ein Händchen habe. Ich muss halt jetzt nur massig Lehrgeld bezahlen.

  8. Hallo Martin,

    ich kenne mich mit Optionen kaum aus. Das klingt echt heftig, 27k Verlust. Genau deswegen traue ich mich nicht an sowas ran.

    Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin viel Motivation!
    Du wirst es schaffen! Und falls nicht, leben wir zum Glück in einem Land, in dem du und deine Familie nicht verhungern müsst. Man kann jederzeit ins Insolvenzverfahren gehen und dann wieder von Neuem beginnen.

    Viele Grüße
    Benjamin

    • Hallo Benjamin,

      der Verlust hat nichts mit Optionen zu tun. Der Verlust ist durch den Handel mit CFDs entstanden, durch einen Signaldienst welchen ich nutzte. Optionen, richtig eingesetzt, sind nicht riskanter wie normale Aktien. So wie ich die Optionen nutze sind diese an sich sogar risikolos, da das komplette Risiko in der Aktie liegt.

      Von einem Insolvenzverfahren bin ich zum Glück sehr weit weg 🙂 Meine Sparquote liegt ja immer noch bei ca. 40 %, trotz der Raten für den Kredit.

  9. Danke für Deinen ehrlichen Beitrag. Anfang Januar hat jemand bei Facebook einen Beitrag über Forex4Charity gemacht (50% in zwei Monaten). Dazu natürlich ein Link zu der Seite. Ich war sehr kritisch in den Kommentaren, alle Warnlampen gingen an. Die Gegenseite war natürlich vom Erfolg überzeugt. Dein Beitrag ist der erste im Netzt, der ktitisch zu Forex4Charity ist. Ich hätte mir in Deinem Beitrag noch mehr Informationen zu Deiner Erfahrung im mentalen Bereich gewünscht. Du schreibst Du wärst anderen jetzt voraus, aber wie es sich nun konkret angefühlt hat kommt etwas zu kurz. Ich wünsche Dir, dass Du Dein Vermögen nun ganz langweilig aufbaust. Dein Kind wird davon profitieren und evtl. die nachfolgende Generation. Das sollte Dich motivieren Deine künftigen Investments zu checken. Ehrliche Blogs sind rar, immer öfter möchten die Blogger selbst die große Kohle machen. Viel Erfolg, viele Grüße, Matthias

    • Hallo Matthias,

      gerne werde ich einen Artikel darüber schreiben, wie es sich anfühlte und wie ich mich fühlte, als die Konten massiv einbrachen.

  10. Hallo Martin,

    dieser run nach dem Geld hört sich bei dir schon sehr gefährlich an. Ich kenne das. 27000…. ist eine Hausnummer.

    Hört sich jetzt ein wenig seltsam an, aber was ist wichtig im Leben? Das du vor dem PC hockst und versuchst dein Geld über OptionsStrategien mit kleinem statistischen Vorteil wieder „reinnimmst“ ?
    Oder,
    Für dein Kind und deine Familie da zu sein. Nicht gestresst zu sein, weil du GELD willst, eine Strategie nicht funktioniert hat, ein Trade nicht funktioniert.

    Ziehe einen Schlussstrich. Verschwende nicht deine Zeit als „Vater“. Die ersten Jahre der Kinder sind so wichtig und gehen unglaublich Schnell vorbei.

    Investiere passiv, oder selektiere Aktien. 10 % pro Jahr reichen! Es muss keine Vermögen werden oder ein Berg voll Schulden!

    Grüße,
    Augeres

    • Hallo Augeres,

      der Handel mit Optionen kostet keine Zeit. Ich verkaufe diese ja nur auf meine Aktienbestände, um einen kleinen Cashflow zu erzeugen. Das Risiko liegt weiterhin in der Aktie. Da es aber nur Aktien sind, die ich auch behalten möchte/würde, ist das Risiko realtiv zu betrachten.

      Im Aktienhandel/Optionshandel mache ich kein Daytrading/Swingtrading. Ich verkaufe immer dann Optionen, wenn die alten Verfallen sind.

  11. Vorsicht bei „Elternzeit“ und „freiberufliche Tätigkeit“, dass du hier nicht gleich in die nächste finanzielle Falle tapst. Die Einkünfte werden nämlich auf das Elterngeld angerechnet und reduzieren dieses. Und noch teurer wird es, wenn man (nur hypothetisch natürlich) mit dem Gedanken spielt, die Einkünfte aus der Nebentätigkeit nicht anzumelden.

      • Ganz tückisch, ist dabei, das die Elterngeldstelle sich hier nicht für den Zeitpunkt der Rechnungsstellung, sondern des Zahlungseingangs interessiert. Also kann dir ein zuspät zahlender Kunde deinen Elterngeldanspruch verhageln.

      • Ok. Also in der Zeit, in der ich Elterngeld erhalte, am besten das kleine Nebengewerbe einfach ruhen lassen. Das nimmt auch Stress raus 😉

  12. Wow, das ist erst mal ein übler Tiefschlag. Aber ich bin mir sicher, du wirst dieses Tal durchschreiten. Du hast etwas, was ein grosser Teil in deiner Situation nicht hat und dich wieder auf den richtigen Weg bringen wird: Selbstverantwortung. Wenn man erst mal begriffen hat, was man selbst falsch gemacht und besser machen könnte, und wenn man dann auch noch bereit ist, das Notwendige dafür zu tun, dann ist der allerwichtigste Schritt zur Verbesserung der Situation schon getan! Alles Gute für dich und deinen ungeborenen Nachwuchs (erfahrungsgemäss wirst du sowieso erstmal weniger Zeit für Investments haben, denn Nachwuchs hält ganz schön auf Trab!) – Grüsse, Semiramis

  13. Bei mir waren‘s auch ueber 140k als junger Anleger:
    Neuer Markt, Tech-Aktien (u.a.) auf Kredit, danach Turbo-Zertifikate, Clickoptions, CfDs (heute noch ein paar), …
    Man weiss gar nicht wie naiv man ist, wenn man jung ist (zum Glueck). Probieren geht ueber Studieren!?
    Auf Aeltere hoeren? – Bloss nicht!

    Trotzdem/Gott-Sei-Dank gab’s bei uns ein Happy End.
    Wenn der Testo-Spiegel sinkt, wird man zum buy&hold ETF-Anleger und durch hohe Sparraten reicht’s locker, um nicht arm zu sterben 😉
    Viel Erfolg auf deinem Weg
    Joerg
    (sei vorsichtig mit Optionen, da kommen die Einschlaege viel seltener, weshalb man laenger an Kontrollillusion festhaelt?)

    • Danke für deine Worte.

      Bei Optionen handle ich sehr konservativ. Also immer nur gesicherte und das auf Aktien, welche ich auch Halten würde

  14. Schon mutig, das hier öffentlich zu diskutieren! Das wagen nicht viele! Respekt dafür! Kenne das Gefühl selbst gut. Da muss man erstmal in sich gehen, damit man die Ursachen sauber analysieren kann. Mit deinem Post hast du ja schon vieles aufgearbeitet. In jedem Fall würde ich jetzt keine überstürzten Entscheidungen treffen und sauber die eigene Strategie und das eigene Verhalten hinterfragen. Ich wünsche dir dabei viel Glück und Erfolg!

  15. Mir war auch die Entwicklung von easydividend schleierhaft. Niemals würde ich darauf kommen mein Geld in „vollautomatisierte“ Forexsysteme zu schießen. Das passiert nur leider sehr vielen sehr häufig. Ist nicht so, dass es mir nicht passiert ist. 2014 damals. Aber da wurden auch noch nicht soviele Systeme per MLM/Ponzi/Schneeball beworben.

    Viel Glück weiterhin, bin mir sicher du packst das!

  16. Hallo Martin,
    ich schätze deine Transparenz sehr! Wie du schon sagst, über Misserfolge sprechen wirklich die wenigsten so offen. Gleichzeitig finde ich aber deine Kontrolle über seine Situation bewundernswert. Denn genau das ist das, was dich schnell wieder auf den richtigen Weg bringen wird. Erkennen was los ist, eingestehen was passiert ist, neuen Weg finden, weiter machen, nicht aufgeben.
    Und wo ich dir auch sehr zustimmen ist der Punkt mit der Erfahrung. In dieser Hinsicht bist du tatsächlich vielen Voraus, denn diese Erfahrung und dieses Wissen und jetzt auch noch der Ehrgeiz weiter zu machen gibt dir einen großen Vorsprung und verhindert hoffentlich dass du, anders als manch andere, erst auf einer großen Welle reitest und dann 270.000€ statt 27.000€ im Minus bist.

    Was mich interessieren würde ist, welche Strategie wirst du in Zukunft für deinen Vermögensaufbau verfolgen? Und wirst du auch schon während des Schuldenabbaus wieder investieren oder priorisierst du voll und ganz die Schulen auf null zu setzten?

    Gruß und weiterhin viel Erfolg!
    Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,

      ich werde parallel weiterhin investieren.
      Bei der Strategie setze ich weiterhin auf den Aktienmarkt, kombiniert mit Optionen. Aber nur gescihererte Optionen. Also entweder Puts, welche cash secured sind oder halt covered calls.

      Auch habe ich noch ein mini Ass im Ärmel. So konnte ich eine kleine Strategie entwickeln, welche einen statistischen Vorteil bringt beim Einstieg. Dies kombiniere ich mit meiner Fundamentalanalyse und versuche so, Einstiege besser zu timen und auch Positionen ohne Optionen aufzubauen.

      Also im Großen und Ganzen wird es eine Kombination aus Investments, Sparen und dem Versuch, ein kleines Nebengewerbe hochzuziehen.

  17. Ich wünsche dir eine schnelle “ finanzielle Erholung“ von dem Misserfolg. Auch wenn es weh tut, ist es wichtig aus den Fehlern zu lernen und weiterzumachen.

    Meinen Vote hast du, schon alleine für deine Offenheit, was diesen Blog so authentisch macht.

    Lg Michael

  18. Ich finde es großartig, dass du ganz offen über deinen Mißerfolg schreibst und diesen zum Anlass nimmst dir nun neue Strategien einfallen zu lassen deine Schulden schnell wieder abzubauen.

    Du wirst das schaffen und es werden neue Einkommensquellen entstehen, die dich zukünftig voranbringen.

    Ich selbst habe 120k in den Sand gesetzt (wenn auch nicht mit CFD). Hat bei mir 8 Jahre gedauert da wieder rauszukommen. Ist auch nicht schön, aber immerhin habe ich dadurch jetzt monatlich 1k passive income (clickbank affiliate websites)

    Wünsche dir gute Ideen und viel Erfolg.

    • Danke Tim für die aufbauenden Worte.

      120k ist natürlich nochmal eine ganz andere Hausnummer 🙂
      Ich gehe auch davon aus, dass ich langfristig von diesem Misserfolg profitieren werde. Nicht nur durch die Erfahrung (die ich mir hätte sparen können, denn eigentlich hätte ich es besser wissen müssen — naja, eigentlich) sondern vielmehr durch die neuen Einkommen die ich mir versuche aufzubauen. Denn die Schulden sind irgendwann abgebaut. Stelle ich es richtig an, bleiben meine Einkommen aber danach weiter bestehen.

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